Sonntagsfrühstück 17. September

Einen wunderschönen Guten Morgen!

Der Blick aus dem Wetter erinnert mich heute an letzten Sonntag, und an vorletzten Sonntag. Nach Hurrikan Irma letzte Woche habe ich mir ja eigentlich vorgenommen mich nicht mehr über das Wetter zu beklagen, aber ein bisschen schwer fällt es schon. Der Regen prasselt ans Fenster und draussen ist es noch duster. Ohne Licht geht es Moment fast nicht.

Ja, das liebe Wetter… Der Hurrikan Irma hat mich wirklich bewegt, weshalb ich auch ein wenig enttäuscht war, dass die Berichterstattung anscheinend abrupt abgebrochen wurde nachdem sich der Sensationssturm abgeschwächt hatte. Mich hätte dennoch interessiert wie es den betroffenen Menschen ergeht, wie schwer die Schäden ausgefallen sind und wann dort wieder ein „normales“ Leben möglich ist. Aber anscheinend ist das zu langweilig. Hätte der Sturm Florida mit voller Wucht getroffen sähe das bestimmt anders aus. Sehr traurig.

Auch bei uns in Deutschland konnten wir letzte Woche den ersten Herbststurm begrüßen.Gerade den Norden hat es ganz schön verweht, bei uns im Südosten Bayerns war der ganze Spuk auf 3 Stunden am Donnerstag Nachmittag beschränkt. Allerdings war es ein interessantes Naturschauspiel, denn am Vormittag hatten wir den berühmten Bergföhn, die Sonne strahlte schon Morgens wunderbar vom Himmel und es war angenehm mild. Um die Mittagszeit konnte man dann  in der Ferne schon die dunkle Wolkenbank sehen die auf dem Weg zu uns war. Kurze Zeit später kam auch der Wind, und dann ging alles ganz schnell, Wind, Regen und vor allem ein extremer Abfall der Temperaturen. Innerhalb von Minuten war es um 10 Grad kälter. Und diese Kälte hält sich seitdem. Ich habe mich noch nicht wirklich auf diese Temperaturen eingestellt und muss zugeben, dass ich am Liebsten gar nicht rausgehen würde. Regen und Kälte, das ist gar nicht meins. Das Wetter erinnert mich ein wenig an den vergangen April, aber da hatte ich wenigstens die Hoffnung, dass der Frühling bald einziehen wird. Jetzt bleibt mir fast nicht anderes übrig als meine Kleidung umzustellen und mich langsam daran zu gewöhnen. Es wird definitiv noch kälter werden. Mit Freunden hatte ich diese Woche schon eine lustige Diskussion ab wann man die Heizung aufdrehen darf. Ich muss zugeben, dass ich trotz meiner „Verfrohrenheit“ noch nicht heize, das ist so ein alter Spleen von meinen Eltern – dass man wenn irgendwie möglich, nicht vor Oktober heizen sollte. Zum Glück gibt es Kuscheldecken und warme Socken.

Dennoch wurde ich gestern Nachmittag mit einer Regenpause beglückt die ich zu einem langen und ausgiebigem Spaziergang genutzt habe. Für den Fall, dass ich mich wiederhole muss ich mich entschuldigen, aber ich sage es gerne immer wieder. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist das Beste was man für Kopf und Körper tun kann. Auch wenn es schwer fällt sich an tristen Tagen aufzuraffen, es lohnt sich!

Letzte Woche haben mich zwei Dinge extrem schockiert. Ganz bei uns in der Nähe ist ein junges Mädchen beim joggen am See attackiert und vergewaltigt worden. Bei uns im Nirgendwo, da wo man sich bisher so sicher gefühlt hat. Da wo jeder jeden kennt und niemand etwas böses vermutet. Wie schlimm ist es wenn man sich in seiner Heimat nicht mehr frei bewegen kann, ohne die Angst im Hinterkopf zu haben? Und dann habe ich gestern von einem weiteren Sexualdelikt an einem jungen Mädchen in Oberbayern gelesen. Mir fehlen die Worte dazu – das ist einfach nur schockierend und beängstigend.

Ausserdem hat mich der Auftritt von Kanzlerin Merkel in Rosenheim getroffen, weniger ihr Auftritt, als die Proteste und Äusserungen ihrer Gegner. Nicht nur sie, sondern auch die Presse wurden sehr übel beschimpft. Morddrohungen und Äusserungen weit unter der Gürtellinie scheinen Einzug zu halten. Für mich hat das nichts mehr mit Protest zu tun, das ist verbaler Krieg auf unterstem Niveau.

Ich hoffe, dass das Oktoberfest in München das gestern begonnen hat, friedlich verlaufen wird. Bei solchen Großereignissen habe ich immer einen riesigen Respekt. Heutzutage kann man nicht mehr davon ausgehen, dass nichts passieren wird. Man kann es nur hoffen. Ich habe schon beschlossen, dass ich dieses Jahr nicht auf das Oktoberfest gehen werde, mir ist der Trubel und Tumult in den letzten Jahren zu groß geworden. Da lobe ich mir unser „kleines Oktoberfest“ in Rosenheim. Hier geht es noch ein wenig gemütlicher zu.

Letzte Woche war ich sehr fleißig für meinen Blog, habe gekocht und viele neue Deko-Ideen ausprobiert.  Ich bin zum richtigen Kürbis-Fan geworden! Meine neueste Errungenschaft sind wunderschöne Kürbisse in weiß. Da kennt die Kreativität keine Grenzen. Ausserdem habe ich meinen ersten Hopfenstrauss gebunden auf den ich mächtig stolz bin. Lasst euch überraschen von den Ergebnissen.

Entschuldigen muss ich mich schon in Vorfeld dafür, dass es nächsten Sonntag vermutlich kein Sonntagsfrühstück geben wird. So wie es aussieht werde ich über’s Wochenende weg fahren und da das Sonntagsfrühstück immer aktuell geschrieben wird muss es ausfallen oder nachgereicht werden. Dafür habe ich vielleicht ein paar tolle Eindrücke meiner Reise im Gepäck.

Ich wünsche einen tollen Sonntag!