Pfingstrosen

Leider sind Schnittblumen ein vergängliches Vergnügen – oder rufen sie vielleicht gerade deshalb so grosse Emotionen hervor. Einen wunderschönen Blumenstrauss sollte man jeden Tag ganz bewusst geniessen, da seine Schönheit nicht ewig hält.

Für eine der spektakulärsten Blütenexplosionen sind besonders Pfingstrosen bekannt. Aus den geballten runden Knospen brechen unzählige fluffige Blütenblätter hervor und sollten nur dann gekauft werden, wenn die Knospen bereits Farbe zeigen. Manche Blumenarten wie etwa Lilien oder Gladiolen sind im knospigen Zustand einfach nur grün und erst wenn sich die Blüten öffnen, kommt die Farbe hervor und wie unscheinbar zum Beispiel Narzissen aussehen. Zu Hause im Warmen passiert dann das Blühwunder und das in ganz kurzer Zeit.

Jetzt ist wieder Pfingstrosenzeit und manchmal möchten sich die Knospen einfach nicht öffnen. Wenn dann jemand so ungeduldig ist wie ich, gibt es einen Trick um der Pfingstrose ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Die Blütenblätter sind oft ein wenig verklebt und die Blume benötigt ein bisschen Hilfe. Dafür befeuchte ich die Hände mit lauwarmen Wasser, nehme die Knospe zwischen beide Daumen und massiere die äusseren Blütenblätter ganz sanft.

Dann wird der Stiel mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten, das Blattwerk so viel wie möglich entfernt und in eine Vase mit lauwarmen Wasser gestellt. Nach kurzer Zeit kann die „Massage“ wiederholt werden und die Blüte wird sich in ihrer vollen Pracht zeigen.

Dieses Jahr haben meine vier Pfingstrosen Sträucher enorm viele Blüten und so kann ich auch meinen Frühstückstisch schmücken. Damit der Strauch jedoch nicht unter der Schnittblumen Ernte leidet und ihr die Kraft fürs nächste Jahr nimmt, schneide ich nur 3-4 Blüten pro Strauch.