Mittagsblume

Wenn die Sonne vom Himmel brennt und viele Blumen am liebsten für einige Zeit in den Schatten flüchten würden, blüht die Mittagsblume erst so richtig auf. Bei Sonnenschein öffnet sie ihre Blüten und bei Sonnenuntergang oder bewölktem Himmel schließen sich die Blüten fast gleichzeitig. Mittagsblumen sind Sonnenanbeter und jetzt ist zu hoffen, dass wir einen schönen Sommer bekommen.

Mittagsblumen sind einjährige Sommerblumen, die mit ihren Blüten dichte Polster bilden. Sie müssen nur wenig gegossen werden, da die Blätter Wasser speichern können. Verblühtes sollte regelmäßig entfernt werden, denn es regt die neue Blüte an. Auf eine Düngung sollte man verzichten, zu üppig mit Nährstoffen versorgte Mittagsblumen werden blüh-faul und krankheitsanfällig.

Die Pflanze ist äußerst robust, man muss man sie aber vor Schnecken schützen, was ich leider nicht wusste. Doch mit den Dahlien im Kübel erhalten sie nun eine Sonderbehandlung und werden abends auf den Pflanztisch gestellt. Ein wenig ärgerlich, denn darauf hätte mich der Gärtner hinweisen können, zumal wir lange und ausführlich über Dahlien und Schnecken gesprochen haben.

Mittagsblumen kommen ursprünglich aus Südafrika, doch man findet sie auch im Mittelmeerraum oder auf den Kanaren. Es gibt winterharte Formen, die zur Gattung Delosperma zählen, doch unseren kalten Winter überstehen sie kaum. Der Standort sollte vollsonnig und windgeschützt sein, ideal ist ein Platz vor einer Mauer. Empfohlen wird ein durchlässiges Substrat, wenn möglich mit Sand und Kies vermischt und ganz wichtig dabei ist ein guter Wasserabzug. Mittagsblumen sind je nach Sorte in rot, orange, lila oder gelb erhältlich und ähneln den Blüten der Margeriten, die ich sehr gerne mag. Ob sich die Mittagsblume zu einem sommerlichen Dauerbrenner entwickelt – warten wir es mal ab!