Tägliche Ernte vom Hochbeet

Es gibt doch kaum eine schönere Belohnung für den Hobbygärtner, als einen prall gefüllten Erntekorb mit frischem Gemüse. Und das, wenn man die Belohnung fast täglich ernten kann.

Ob im Garten oder auf der Terrasse – Hochbeete haben viele Vorteile. Wer zum ersten Mal im Hochbeet sein Gemüse anbaut, wird bald feststellen, dass im Vergleich zum Anbau ebenerdig alles viel üppiger und auch schneller wächst. Im Hochbeet sind die Temperaturen viel höher als am Gartenboden, denn die Wärme kommt nicht nur von oben, sondern auch über die Seitenwände. Auch die rückenschonende Arbeit ist von Vorteil und Schädlinge wie Schnecken kommen deutlich schwerer an das junge Gemüse. Vor allem für mediterrane Gemüsesorten ist ein Hochbeet ideal. Im Handel gibt es steckerfertige Bausätze aus Holz, Aluminium und Kunststoff, doch auch eine gemauerte Variante ist möglich. Ich hatte das Glück, dass mir Gabriel drei Hochbeete aus Cortenstahl geschweißt hat, die gegenüber Holz nicht verrotten können.

Optimal ist ein windgeschützter, sonniger Platz und praktisch ist ein Wasserhahn oder eine Regentonne direkt an den Hochbeeten, damit sich das Gießkannen schleppen im Rahmen hält. Wir haben die Hochbeete im Herbst 2021 aufgestellt, mit Baum- und Sträucher Schnitt und Laub gefüllt. Alle Gartenabfälle können damit auf einen Schlag sinnvoll entsorgt werden und dient nun als Drainage, damit sich keine Staunässe im Hochbeet bildet. Im Frühjahr, bevor das erste Mal gepflanzt wurde, kamen noch Erdaushub, Pflanzenreste und Grassoden dazu. Es folgt eine Schicht reifer Kompost und zuletzt das Pflanzensubstrat, in der das Gemüse angebaut wurde.

Im Hochbeet lassen sich fast alle Gemüsearten anbauen – Tomaten, Kopf- oder Pflücksalate, Paprika, Gurken, Karotten, Zucchini, Peperoni und Kräuter. Wenn reifes Gemüse abgeerntet wird, kann man sofort nachpflanzen und so hat man bis in den späten Herbst frisches Gemüse zur Verfügung.