Gestern habe ich gelesen, dass heute Faschingsdienstag und der Tag des Radios ist. Den Faschingstag hätte ich beinahe vergessen, ist mir auch völlig egal und komplett unwichtig. Das einzige, bei uns im Dorf und auch in den Nachbargemeinden sind die kleinen Läden, Post und Bank am Nachmittag alle geschlossen. Erfolgreich ist es mir auch dieses Jahr gelungen, mich dem ganzen Faschings-Tumult galant zu entziehen. Doch was mir wichtig ist, ist das Radio.
Morgens wird zuerst die Kaffeemaschine, die ich immer am Abend vorbereite, eingeschaltet. Mit dem zweiten Handgriff wird das Radio eingeschaltet und das jeden Tag. Für viele ist das Radio auch heute noch ein sehr wichtiger Bestandteil des Medienkonsums. Hier erhält man täglich, zeitnah Berichterstattung der Weltlage, Nachrichten aus Bayern, hilfreichen Service, die Wetteraussichten und Verkehrsnachrichten. Radio ist vielseitig, informativ, unterhaltend und ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil für die Menschen. Ich kann mich noch gut an meine jungen Jahre erinnern, als Thomas Gottschalk in den 70er bei Bayern 3 seine Karriere startete. „Pop nach acht“ und „B3 Radioshow“ waren damals die beliebtesten Hörfunksendungen in Bayern und seine neue, flapsige Moderation begeisterte die Jugend damals.
Das Ende des Radios wurde schon mehrfach ausgerufen – erst war es das Fernsehen, später das Internet und jetzt Streaming. Seit über 100 Jahren begleitet das Radio die Menschen und untermalt uns im Alltag. Radio ist eine Mischung aus gesprochenen Worten und Musik, die für eine Hintergrundbegleitung sorgt. Das Radio läuft Zuhause, in vielen Büros und im Auto sowieso. Wer kann sich noch an den 08. Juni 2014 erinnern? Fußball-WM Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland. Wegen eines geschäftlichen Termins war ich mit dem Auto auf der Heimfahrt und konnte das Spiel nicht live im Fernsehen ankucken. Radio ist Kino im Kopf und dafür sorgen vor allem die Reporter im Stadion. Hier hat man das Gefühl live dabei zu sein, obwohl ich beim Spielverlauf und Endergebnis (1:7 für Deutschland) häufig das Gefühl hatte, im falschen Film zu sein. Gerade Fußball ist im Radio extrem spannend und oft höre ich am Samstagnachmittag am Bundesliga Spieltag die Begegnungen des FC Bayern bei Live im Stadion.
Ich mag die verschiedenen Musikrichtungen im Radio, was mich jedoch stört, dass manche Songs oft drei bis viermal am Tag abgespielt werden. Wird es mir zu „Bunt“ dann manche ich einfach mein eigenes Programm :-). Wer sich jetzt fragt, was meine Bilder mit Faschingsdienstag oder Radio gemeinsam haben? Dann kann ich nur antworten – nichts, denn mein Radio abzulichten ist nicht besonders spektakulär, von Thomas Gottschalk habe ich kein Foto und meine Faschingsbilder aus früheren Jahren sind auch nicht das wahre.

