Einen wunderschönen guten Morgen!
Heute ist der letzte Tag bei den olympischen Winterspielen in Italien. Seid ihr auch gebannt vor dem Fernseher gesessen? Vielleicht sogar bei Sportarten die nicht so populär sind wie Ski Alpin, Biathlon, Eishockey oder Ski Springen. Auch Skeleton, Shorttrack und Ski Freestyle können sehr spannend sein. Olympia ist eines der größten und wichtigsten Sportereignissen der Welt – ganz gleich ob im Sommer oder Winter. Die Faszination für Olympia hat von der Antike bis in die Neuzeit überlebt und heute sind sie zu einem globalen Ereignis geworden. Dabei stehen die Spiele nicht nur für den sportlichen Wettbewerb, sondern symbolisieren auch für Frieden, Freundschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Länder dieser Welt.
Natürlich zählen bei Großereignissen wie Olympia am Ende nur Medaillen, der Spruch „Dabei sein ist alles“ zählt schon längst nicht mehr. Wer gewinnt, bekommt Anerkennung, Ruhm, die Hymne und einen Platz in den Geschichtsbüchern. Die deutsche Sporthilfe zahlt 30.000 Euro für die Goldmedaille, keine Mega Prämie oder Luxusgeschenke, wie oft in anderen Ländern – stattdessen aber eine langfristige Förderung durch die Sporthilfe. Besonders gefreut habe ich mich über den 2. Platz im Damen Abfahrtslauf, denn Emma Aicher hatte ich nicht auf dem Schirm. Bei ihrem Lauf habe ich einige Male die Luft angehalten, doch bei ihr stellt man schnell fest, sie hat einfach Spaß auf der Piste. Und dann gibt es noch eine Läuferin, für die ich beide Daumen gedrückt habe. Lindsey Vonn, über 40, nach langer Pause zurück auf der Piste, als wäre nichts gewesen, dabei ging sie mit einem Kreuzbandriss an den Start. Eine Verletzung das jedem normalen Menschen den Weg zur Couch statt zur Abfahrt weisen würde. Völlig verrückt, doch genau das finde ich an ihr so großartig. Lindsey Vonn wollte zum endgültigen Abschied ihrer Karriere die Goldmedaille, was jedoch mit einem echten Drama endete. Eine Sensation gab es im Skispringen auf der Normalschanze und eine verkorkste Saison wurde mit einer Goldmedaille gekrönt. Philipp Raimund ist Olympiasieger!
Bei diesen Winterspielen bekommen die Zuschauer auch daheim auf der gemütlichen Couch einen Eindruck von den teils spektakulären Auftritten der Athleten. Möglich machen das Drohnen-Kameras, die erstmalig bei den olympischen Winterspielen eingesetzt werden. Mit 140 Kilometern pro Stunde eine Abfahrtspiste hinunterrasen oder mit Rodel oder Bob durch den Eiskanal schießen – ich finde die neue Technik sehr spannend und ein optisches Erlebnis. Nur der Ton, dieses beständige Surren ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig. Angeblich bekommen die Athleten von den Drohnen Kameras kaum etwas mit. Die Ski Asse berichten, dass sie unter ihren Helmen und wegen des Fahrtwindes kein Summen vernehmen. Drohnen dürfen nie über oder vor dem Sportler geflogen werden, sondern diese nur verfolgen. Sicher ist sicher, denn welcher Athlet möchte schon mit einer Drohne kollidieren, wenn sie auf die Piste kracht.
Die Winterspiele in Italien dominierten die letzten zwei Wochen die TV-Landschaft und ich muss leider zugeben – meinen Alltag auch. Musste gekocht werden oder stand meine Trainingseinheit auf dem Ergometer an, konnte ich zum Glück die Wettkämpfe auch auf dem Handy oder Laptop verfolgen. So spannend die Spiele auch sind, ein Thema muss ich noch anschneiden, denn ich finde das offizielle Outfit der deutschen Athleten ganz schrecklich. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier lief das Team mit einem riesigen, schwarzen Poncho und Anglerhut ein und ernteten im Netz für Spott und Kritik. Auch die mausgrauen Jacken, die viele Athleten bei der Siegerehrung zeigten, sind nicht gerade mein Geschmack. Zum Glück war die Auswahl an farbigen Mützen sehr groß und setzen dann ein paar Akzente. Morgen kehrt wieder der Alltag zurück und dann bekommt die Flimmerkiste eine Pause 🙂
Wünsche euch einen schönen Sonntag!








