Jetzt sind auch die letzten Sommerblumen im Winterlager angekommen und es wurde Zeit für die Terrasse ein paar Kübel zu bepflanzen. Die Gärtnereien haben im Herbst farbenprächtige Pflanzen für Beet, Balkon oder für den Kübel und das Angebot ist so groß, dass mir die Wahl besonders schwergefallen ist.
Pflanzen die im Herbst angeboten werden, unterscheidet man unter Saisonpflanzen, die meist nur bis November hinein schön aussehen oder Stauden, die komplett winterhart sind und auch in der nächsten Saison wieder blühen. Zu den Herbstschönheiten gehören Alpenveilchen, das Silberblatt, Veronica und Erika. Zu den Winterpflanzen zählt man Besenheide, Schneeheide, Silberdraht, Stiefmütterchen (in milden Wintern) Heuchera, Skimmia, Gräser Arten und Efeu. Gerade in den kalten Monaten kommt es häufig zu anhaltenden Niederschlägen und deshalb benötigen Kübel oder Schalen unbedingt einen Wasserabfluss. Staunässe ist Gift für alle Pflanzen, die Wurzeln faulen und die Pflanze stirbt ab. Die meisten vertragen Frost aber keine Staunässe. Wichtig ist auch, dass die Gefäße Frostbeständig sind und mit den Temperaturschwankungen in der kalten Jahreszeit zurechtkommen.
Für meine Terrasse habe ich einen Kübel im Farbton grün und weiß (was ich besonders gerne mag) ausgewählt und zu weißem Heidekraut, Scheinbeeren, Gräser und Mühlenbeckia gepflanzt. Beim zweiten Kübel kommt mit der dunkelroten Skimmia ein wenig Farbe hinzu. Das Gefäß wird mit lockerer Gartenerde gefüllt, die durchwurzelten Topfballen leicht aufgerissen und eingesetzt. So verbinden sich Erde und Wurzeln besser miteinander und wachsen gut an. Die Pflanzen können sehr dicht stehen, da sie kaum wachsen. In den Herbst- und Wintermonaten muss man nicht auf den Standort achten, doch ein wenig Sonne schadet nicht.
Im Herbst brauchen alle Pflanzen Wasser, auch wenn die Temperaturen eher kühl sind. Der Wurzelballen sollte immer leicht feucht sein und steht der Kübel unter Dachvorsprüngen – wo kein natürlicher Niederschlag hinkommt, muss auch im Winter an frostfreien Tagen gewässert werden. Im Herbst und Winter ist der Pflegeaufwand gering, lediglich ein wenig Wasser, wenn über längere Zeit Trockenheit herrscht und das Entfernen von Verblühtem. Werden im Winter sehr eisige Temperaturen angekündigt, stülpe ich einen Jutesack über die Kübel oder wickle sie mit Vlies ein und stelle den Topf auf eine Styroporplatte. Herbst- und Winterpflanzen sollten nicht gedüngt werden, die Pflanzen würden sonst neu austreiben und neue Angriffsflächen für Frost und Kälte bieten. Blühende Pflanzen wie Astern oder Chrysanthemen können ausgeputzt werden – mehr Pflege ist in den kalten Monaten nicht nötig.

