Weiße Weihnachten bleibt in Deutschland oft ein unerfüllter Wunsch. Das letzte Mal, dass wir hier in Süd-Ost-Bayern eine geschlossene Schneedecke über die Feiertage hatten, liegt nun schon einige Jahre zurück. Auch dieses Jahr sah es lange Zeit so aus, als würden wir wieder im Grünen das Weihnachtsfest feiern. Doch ca. 3 Tage vorher hat sich die Vorhersage doch ein wenig geändert und pünktlich in der Nacht zum 24. Dezember schneite es und wurde winterlich.
Kein Winterzauber mit einer Schneehöhe von 40 cm, so wie es angesagt war, aber zumindest eine wunderschöne Landschaft mit Schnee überzuckert. Der nachfolgende Frost sorgte dafür, dass auch über Neujahr der Schnee liegen blieb und dick eingepackt konnten wir an vielen Tagen die Wintersonne bei einem ausgiebigen Spaziergang genießen. Bei diesem Wetter könnte ich mich, wenn nicht gerade dicker Nebel über der Landschaft liegt, mit dem Winter noch ein wenig anfreunden. Doch der Winter ist für mich das schwarze Schaf unter den Jahreszeiten. Die Kälte, Schmuddelwetter und die frühe Dunkelheit machen es mir nicht leicht die vierte Jahreszeit zu mögen. Versteht mich jetzt nicht falsch – ich mag die Adventszeit, Weihnachten und den Jahreswechsel, dann aber könnte direkt das Frühjahr kommen.
Möglicherweise liegt meine Aversion dem Winter gegenüber auch daran, dass ich im Sommer geboren bin. Ich liebe es, aufzusehen und der Sonne entgegenzublicken. Ich liebe es im T-Shirt und kurzer Hose auf der Terrasse zu sitzen oder im Garten zu arbeiten, im naheliegenden See zu schwimmen, Grillen oder einen Biergarten zu besuchen. Alles Dinge die im Winter nicht möglich sind – Danke dafür du blöder Winter. Ich gebe offen zu: am liebsten wäre es mir, es gäbe 365 Tage im Jahr nur sommerliche Temperaturen. Doch dafür müsste man auswandern und das gönne ich dem Winter nicht 🙂

