Der 11. September 2001, ein Dienstag – ein Tag, an den sich jeder erinnern kann, wo er gewesen ist und wie er von den Anschlägen in New York erfahren hat. Noch immer ist mir dieser Tag in schlimmer Erinnerung, obwohl nun bereits 25 Jahre vergangen sind.
Einen Tag vor den Anschlägen, am Montag feierten wir in unserer Dorfwirtschaft beim Mädel-Stammtisch einen Geburtstag. Eine lustige, feuchtfröhliche Feier und ich habe mehr getrunken als mir guttut. Am nächsten Morgen heftige Kopfschmerzen und der Magen fühlte sich an, als würden unsichtbare Hände daran festkrallen und meine innere Stimme meinte „Nie wieder!!!“. Der Arbeitstag war anstrengend und gegen 14 Uhr entschloss ich mich Feierabend zu machen. Die letzten drei Stunden werden meine Mitarbeiter einmal alleine auskommen. Meine Tochter, die gerade das Fachabitur absolvierte, war schon zu Hause und ihr erster Satz – „Komm schnell, ein Flugzeug ist ins World Trade Center gekracht“. Mein Gedanke, oh Gott hoffentlich ist nicht viel passiert, doch in der Fassade des Nordturmes klaffte ein riesiges Loch und man sah Flammen in den oberen Etagen.
Der 11. September ist für uns alle ein sehr einschneidendes Datum gewesen, keiner hat vorher etwas Vergleichbares erlebt – und fast alles live im Fernsehen. Das Gefühl, dass hier etwas passiert, was die Welt verändern wird und die Angst vor einem dritten Weltkrieg. Knapp zwei Wochen später, am 22.09. starteten meine Tochter und ich zu einem lange gebuchten Urlaub auf Gran Canaria. Der Abflug war Mittags, zur gleichen Zeit wie der Anstich des Oktoberfestes in München. Es herrschten hohe Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen und die Angst war mit im Gepäck. Auch von den anderen Passagieren spürte man die Unsicherheit und alle haben einander beobachtet – ein entspannter Flug sieht anders aus. Die Welt hat sich seit dem 11. September 2001 verändert und sie ist beim besten Willen nicht besser geworden.

