Gerade in der kalten Jahreszeit bringen Christrosen ein wenig Farbe in die Gärten und auf die Terrasse. Sie gehören zu den wenigen Pflanzen, die selbst bei Eis und Schnee blühen. Christrosen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächsen und blühen meist ab Ende November bis in den März hinein. Nicht nur im Beet macht die Christrose eine dekorative Figur, auch in Töpfen und Kübeln sind sie in der kalten Jahreszeit ein schöner Blickfang.
Damit die Christrose im Topf gut anwächst und sich auf Dauer dort auch wohlfühlt, sind einige Pflegemaßnahmen wichtig. Gegossen wird an frostfreien Tagen, damit sie nicht austrocknet, Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. In frostigen Nächten fallen die Winterblüher in sich zusammen und wirken oft wie erfroren. Die robusten Christrosen machen aber nicht wirklich schlapp, sondern es ist eine Schutzreaktion. Die Pflanze entzieht den Leitungsbahnen Wasser, damit der Frost sie nicht sprengt. Steigen die Temperaturen, richtet sich die Pflanze auf und blüht weiter. Christrosen oder Lenzrosen überstehen Temperaturen bis Minus 10 Grad völlig problemlos.
Mit dem richtigen Dünger soll nicht nur das Wachstum gefördert werden. Wird falsch gedüngt wachsen nur die Blätter und die Blüten bleiben aus. Christrosen benötigen zum Blühen viel Kalk und dafür gebe ich gemahlene Eierschalen in das Substrat. Auch Hornmehl ist ein wirksamer organischer Dünger, der sich leicht in die Erde mischen lässt. Im Garten gedeihen Christrosen sehr gut im Halbschatten unter Büschen und Bäumen. Am besten ist ein Standort unter laubabwerfenden Gehölzen. Hier haben sie im Sommer Schatten und in den Wintermonaten ausreichend Licht. Im Gegensatz zu anderen Stauden müssen Christrosen weder geteilt noch umgepflanzt werden, über die Jahre hinweg wachsen sie immer üppiger. Vertrocknete Blätter und welke Stiele werden geschnitten und so kommen die Blüten besser zur Geltung. Leider ist die Pflanze giftig und bei Pflegearbeiten trage ich sicherheitshalber Gartenhandschuhe. Die weißen Christrosen wirken besonders schön, wenn man sie mit Naturmaterialien kombiniert. Und dafür benötigt man nur eine Ziegelform, Moos, ein paar Zweige, Zapfen und ein Lichterhäuschen. Für eine Zeit kann das Arrangement auch als Tischdeko verwendet werden, doch letztendlich fühlen sich Christrosen draußen wohler, obwohl es Nachts jetzt bitterkalt ist.

