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Jetzt blüht der Raps

 

Blühende Rapsfelder sieht man nun auch in unserer Gegend immer häufiger. Schon von Weitem kann man die gelben Felder sehen und am schönsten ist die Aussicht, wenn im April der Raps in voller Blüte steht, die Sonne scheint und der Himmel weiß/blau strahlt.

 

Unterstützt wird die tolle Aussicht durch den typischen Duft der Pflanzen, den man schon von Weitem riechen kann. Aber nicht nur für Menschen ist ein Rapsfeld in voller Blüte ein Anziehungspunkt. Hier tummeln sich Bienen und andere Insekten bei einem reicht gedeckten Tisch, der noch verlockender ist als eine Blumenwiese. Tierfutter und Kraftstoff – Raps hat sich zu einer Kulturpflanze entwickelt und kann vielseitig genutzt werden. Einerseits kann Rapsöl als Bioenergieträger in Biogas Anlagen zur Stromerzeugung verwendet werden und auf der anderen Seite als CO 2 neutraler Biodiesel für Kraftfahrzeuge als Treibstoff dienen. Weitere Verwendung findet Raps als Futtermittel und Speiseöl. Zudem ist Raps ein „echter Bodenverbesserer“, wie mir ein Landwirt aus unserer Nachbarschaft erklärt hat und sich freute, dass ich ihm so viele Fragen zum Raps stellte. Als Blattfrucht schließt Raps nach der Aussaat sehr schnell die Reihen und beschattet fast ganzjährig den Boden. Gleichzeitig schützt er ihn dabei vor Erosion. Seine Wurzeln lockern und durchlüften den Boden bis in eine Tiefe von über 1,50 Metern. Nach der Ernte verbleibt ein sehr großer Teil der Pflanze auf dem Acker, da nur die Samenkörner geerntet werden. Dort bildet der Raps dann Humus. Im Folgejahr ist der Boden in einem sehr guten Zustand, dass die Folgefrucht, meistens Weizen oder Mais höhere Erträge bringt.

Eine Flut gelber Blüten, so weit das Auge reicht. Wer hätte da nicht gerne ein Foto von sich in dieser Pracht, die man immer wieder bei Instagram sehen kann. Letztes Jahr kam es ganz in unsere Nähe zu einer Anzeige, als eine Influencerin eine große Fotostrecke auf einem Rapsfeld veröffentlichte. Das Ausmaß der Zerstörung war beachtlich. Der Landwirt erzählte mir, dass es schon häufiger vorkommt, dass Reiter mit ihren Pferden mitten im Rapsfeld stehen und Fotos schießen. Gedanken, dass hier fremdes Eigentum beschädigt wird, scheint sich dabei niemand zu machen. Felder, Wiesen und Weiden sind tabu, niemand hat auf diesen Flächen etwas zu suchen – ganz gleich, ob sie eingezäunt sind oder nicht. Neben dem blauen Himmel wirkt das kräftige Rapsgelb einfach zu schön, um es nicht als Selfie Hintergrund aus allen möglichen Blickwinkel zu verewigen. Für das perfekte Foto muss man nichts zerstören, auch von Feldrand werden die Bilder – wie man sieht, sehr schön.

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