Einen wunderschönen guten Morgen!
Wie rasend schnell ein Jahr doch vergeht! In meinem Sonntagsfrühstück am 27. Juli 2025 habe ich euch erzählt, dass mir meine Tochter zu meinem 70. Geburtstag eine Städtereise nach Berlin geschenkt hat. Welche Sehenswürdigkeiten wir geplant haben und warum ich gerade Berlin ausgewählt habe. Doch leider kam alles ein wenig anders.
Leider hatte ich nach einer Woche Rehaaufenthalt etwas Pech. Der Hüftkopf ist vollständig aus der Pfanne gesprungen (was man Luxation nennt) und die Reposition wurde in einer Klinik unter Vollnarkose durchgeführt. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Klinik ging es zurück zur Reha und mir wurde eine Orthese empfohlen, damit das Hüftgelenk während der Heilungsphase stabil in der Hüftpfanne bleibt. Außerdem korrigiert die Orthese ein fehlerhaftes Gangbild und unterstützt die Muskulatur. Ich musste die Orthese 24 Stunden tragen und durfte sie nur beim Duschen abnehmen. In den ersten Nächten war an Schlaf nicht zu denken. Die Orthese vermittelte mir aber ein Gefühl von Sicherheit und erst am 1. Advent war ich bereit sie ständig abzulegen.
Nach über 3 Wochen Reha war die Eingewöhnung Zuhause etwas holprig. Der geschützte Klinikalltag mit klaren Strukturen und Rundum-Versorgung fällt weg, während Zuhause die alten Pflichten mit den körperlichen und auch seelischen Belastungen sofort wieder da sind. In der Reha gibt es feste Zeiten, Therapiepläne, Mahlzeiten, klare Abläufe und Pflege. Zu Hause warten dagegen die Post, der Haushalt, Unsicherheit und der normale Alltag. Kleine Tätigkeiten kosten deutlich mehr Aufwand und Kraft als erwartet. Wichtig ist auch, dass die Physiotherapie gleich nach der Reha fortgeführt wird. Im November wurde dann ein Meniskusschaden festgestellt, den ich aber mit Absprache meines Kniespezialisten konservativ gut in Griff bekommen habe und eine Operation abgewendet wurde.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!

