Wer gegen Frühblüher wie Hasel und Erle allergisch ist, dem triefen seit Ende Februar schon Nase und Augen. Die Pollensaison hat längst begonnen und hängt auch mit den klimabedingt steigenden Temperaturen zusammen. Die Symptome zeigten sich bei mir schon im Kleinkind Alter mit tränenden, juckenden Augen und laufender Nase. Letzte Woche tränten meine Augen extrem und zuerst dachte ich, es hat sich ein Fremdkörper eingenistet. An Pollen dachte ich nicht, denn meist beginnt die Allergie bei mir Ende März/Anfang April. Sobald es überall anfängt zu blühen, läuten bei Allergiegeplagten die Alarmglocken, denn nun bricht bei den Betroffenen der Heuschnupfen durch. Gefühlt sind die Symptome morgens am schlimmsten und deshalb bleiben die Fenster zu und gelüftet wird erst zwischen 19 und 22 Uhr.
Im Frühjahr ist es wichtig täglich Staub zu saugen, um Pollen in der Wohnung zu entfernen. Um nachts Ruhe zu haben, bleibt das Fenster zu, ich wasche mir täglich die Haare, das Schlafzimmer wird nicht mit Straßenkleidung betreten und die Bettwäsche wechsle ich wöchentlich. So bleibt während der Nacht die Pollenbelastung gering. Wenn es regnet, steigt die Konzentration der Pollen deutlich an, da der Regen die schwebenden Pollen in tiefere Luftschichten drückt. Wer bei einem Test abgeklärt hat, auf welche Pollen er allergisch reagiert, kann den Pollenflugkalender nutzen. So weis man an welchem Tag die Belastung besonders hoch ist und kann versuchen, sich an diesen Tagen vornehmlich in Innenräumen aufzuhalten. Angenehm sind auch Dampfbäder oder Inhalationen und gegen gerötete Augen helfen kalte Kompressen.
Die Pollenallergie kann den Alltag und die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Während manche nur geringe Beschwerden haben, schränkt ein Heuschnupfen den Alltag von stark betroffenen Personen erheblich ein. Eine Beratung beim Arzt ist hier zu empfehlen und mein Hausarzt hat mir das Medikament LoranoPro empfohlen, das die Symptome zwar lindert, jedoch nicht gegen Ursache hilft. Eine Akupunktur hat bei mir nicht geholfen und eine Immuntherapie ist bei Kindern und Jugendlichen am erfolgreichsten. Je länger man mit Heuschnupfen und Pollenallergie gelebt hat, desto geringer ist die Chance auf Heilung.

