Eine kleine Kerze anzünden

Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe, die meisten feiern es im Kreise der Familie. Doch was ist wenn man keinen Nächsten in seiner Nähe hat?

Meine Nachbarin arbeitet seit Jahren für einen Verein, der sich am Vorabend zum 24.12. um Obdachlose kümmert und versucht ihnen ein schönes Weihnachtsfest zu gestalten. Jeder Obdachlose bekommt ein Geschenk: eine Tasche gefüllt mit verschiedenen Utensilien – ungebraucht und für jeden gleich, das durch Spenden finanziert wurde. Im Vereinshaus wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt, eine warme Mahlzeit gereicht, Weihnachtslieder gesungen und gebetet. Viele ehrenamtliche unterstützen diese Aktion und freuen sich wenn an Weihnachten reichlich gespendet wird um den Obdachlosen einen schönen Abend zu bieten. Hier kommen die Spenden direkt an, ohne grossen Verwaltungsaufwand.

Spenden sind eine Frage der Gelegenheit. Die Menschen müssen erinnert werden, Gutes zu tun. Und genau das passiert mit den Spendenaufrufen rund um Weihnachten. Das gleiche kann man bei Katastrophen beobachten, wenn ein Thema präsent ist, sind Menschen bereit zu spenden. Wer spenden möchte, sollte darauf achten, es einer seriösen Hilfsorganisation zu geben. Schön fand ich auch die Idee einer Firma, die einen grossen Weihnachtsbaum in der Empfangshalle aufstellte. Anstatt den Baum mit Kugeln zu schmücken, wurden Anhänger mit den Wünschen der Kinder vom Waisenhaus gehängt. Jeder Mitarbeiter konnte sich den Wunsch aussuchen und direkt für das Kind spenden.

Eine schöne Aktion veranstaltet ein bayrischer, privater Radiosender, der durch seine Stiftung „Menschen in Bayern“ hilft. Ein Unfall, eine Krankheit oder andere Umstände, welche die Betroffenen nicht selbst zu verantworten haben und schon schon kann sich das Leben von Grund auf verändern. Nicht immer fängt das soziale Netzwerk Menschen in solchen Notlagen umfassend auf. Die Stiftung hilft dort, unbürokratisch und effizient, wo Menschen in Not sind.

Weihnachten ist halt doch das Fest der Liebe.