Sonntagsfrühstück, 21.Januar

Einen wunderschönen guten Morgen!

Überall wird gehustet und geschnieft, zur Zeit fühle ich mich ein wenig wie in einem Lazarett. Viele in meiner Familie, Freunde und Bekannte laborieren an einer Erkältung. Manche sprechen sogar von einer Grippe oder Corona. Bei mir fing es letzte Woche an – morgens leichte Kopf- und Halsschmerzen, Husten, Schnupfen. Später dann erhöhte Temperatur, Gliederschmerzen und ich habe mir ein wenig Ruhe und Schonung gegönnt. Wer sich eine Erkältung eingefangen hat, schnieft und hustet, ist aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder fit. Eine Grippe verläuft dagegen meist schlimmer, dauert länger und lässt sich kaum mit Omas Hausmittel bekämpfen.

In den kalten Wintermonaten Januar und Februar ist die Gefahr sich eine Erkältung oder schlimmstenfalls eine Grippe einzufangen sehr gross. Jedes Jahr das gleiche – irgendwann erwischt es jeden und egal wie gesund man sich ernährt und viel frische Luft tankt, die Viren lauern überall und schlagen gnadenlos zu. Über Corona wird heute kaum noch gesprochen, doch für Risikogruppen kann der Verlauf dramatisch enden. Auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mir nur eine Erkältung eingefangen habe, ein Selbsttest bringt Sicherheit um niemand in der Familie anzustecken.

Husten und Schnupfen dauern 14 Tage oder zwei Wochen und mit einfachen Hausmittel kann der Heilungsprozess zwar nicht beschleunigt, doch aber gemildert werden. Schon Oma wusste, dass bei einer Erkältung ein Dampfbad zum Inhalieren mit Kamille oft Wunder bewirkt. Ein Kartoffelwickel oder Zwiebelsaft mit Honig den Husten schneller abklingen lässt oder bei Fieber der altbekannte Wadenwickel. Hat einen die Erkältung bereits erwischt hilft Vitamin C nicht mehr viel, doch nach einer kräftige Hühnersuppe mit viel Gemüse fühlt man sich gleich besser. Wichtig dabei: die Suppe muss mit viel Gemüse und einem Suppenhuhn selbst gekocht sein, eine Päckchensuppe mit heissem Wasser aufgefüllt ist dagegen völlig wirkungslos. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung schwöre ich nach wie vor auf ein Erkältungsbad mit Eukalyptus, Rosmarin und Kiefernadelöl. Es lindert Gliederschmerzen, befreit die Atemwege und entlastet die Bronchien. Die Badedauer sollte allerdings nicht zu lange sein, schon 10 Minuten genügen, wenn man seinem Körper Gutes tun möchte. Länger als 20 Minuten darf das Vollbad nicht sein, um den Kreislauf nicht zu überlasten und bei Fieber ist es nicht zu empfehlen. Neben Ruhe braucht der Körper viel Flüssigkeit wie zu Beispiel Kräutertees, heisse Zitrone, klares Wasser oder frisch gepresstes Obst. Auf eiskalte Getränke sollte man verzichten, der Körper braucht was Warmes und keine „coolen“ Drinks.

Auch wenn es draussen bitterkalt ist, die Wohnung muss mehrmals am Tag für einige Minuten gelüftet werden. Zudem stelle ich mir, mit Wasser gefüllte Schalen auf die Heizkörper. Das Wasser verdunstet und schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen. Gegen den hartnäckigen Husten schwörte meine Mutter auf einen Sirup aus Zwiebel und Honig. Dafür wird eine Zwiebel geschält, in Würfel geschnitten, in ein Glas gefüllt und mit Honig übergossen. Das ganze einen Tag stehen lassen, am besten über Nacht und dann durch ein Sieb giessen. Der Zwiebelsirup schmeckt einfach nur widerlich, ist jedoch sehr wirkungsvoll. Heute fühle ich mich etwas fitter – werde jedoch keine Bäume ausreissen oder Purzelbäume schlagen. Ein wenig Ruhe wird mir heute guttun.

Wünsche euch einen schönen Sonntag und bleibt Gesund!