Einen wunderschönen guten Morgen!
Ob Schnittblumen, Zimmerpflanzen, Stauden für den Garten, Kräuter oder Gemüse – Pflanzen kaufen ist für mich immer ein sinnliches Erlebnis. Früher waren es die großen Shopping-Center, heute zieht mich das Gartencenter oder mein Gärtner magisch an.
Die Bilder habe ich vor dem Unwetter gemacht.
In einer Gärtnerei kann man nach Herzenslust stöbern, die bunte Farbenpracht bestaunen und seine „grünen Mitbewohner“ persönlich kennenlernen. Die Profi-Gärtner aus dem Fachhandel haben nicht nur einen grünen Daumen, sie wissen auch, wo und wie sich Pflanzen wohlfühlen. Sie haben vom Samen bis zum Steckling dafür gesorgt, dass es den Pflänzchen gut geht. Sie umhegt und versorgt, bis die fertige Pflanze in den Verkauf geht. Diese Fachleute kennen sich bestens aus mit den Vorlieben der Pflanzen, können genau erklären, worauf es bei Licht, Pflege und Standort ankommt. Gesunde Pflanzen sind natürlich die perfekte Ausgangslage, damit sie blühen, gedeihen und dich lange im Garten begleiten. Jeder Hobbygärtner weis, dass der Pflanzenkauf eine kostspielige Sache ist. Vor allem neue oder seltene Sorten haben ihren Preis. Viele Staudensorten müssen regelmäßig geteilt werden, damit sie vital und blühfreudig bleiben und die abgetrennten Teilstücke wachsen einfach weiter, wenn sie wieder gesetzt werden. Habt ihr schon einmal einen Blick über den Zaun zu eurem Nachbarn geworfen? Gute Nachbarschaft zahlt sich immer aus und wenn er gerade sein Staudenbeet renoviert, ist es eine gute Gelegenheit zu fragen, ob er ein paar Stauden abgibt. Im Gegenzug kann man natürlich ein paar Ableger von Arten aus dem eigenen Garten anbieten, die er noch nicht hat. Unser Gartencenter bietet zum Ende der Saison einige Sorten zu Sonderpreisen an. Oft reicht ein kräftiger Rückschnitt, um im Folgejahr eine gut verzweigte Staude im Garten zu haben. Besonders zum Ende der Blumenzwiebel Saison im Spätherbst kann man echte Schnäppchen machen. Die nicht verkauften Blumenzwiebel von Tulpen, Narzissen und Co. können die Händler nämlich nicht auf Lager nehmen, da sie bis zum ersten Frost in die Erde müssen. Oft lohnt sich auch der Blick in die Kleinanzeigen der Regionalzeitung. Große Zimmer- oder Gartenpflanzen werden manchmal preiswert angeboten oder sogar verschenkt, weil sie für den Besitzer einfach zu groß geworden sind oder er seinen Garten umgestalten möchte.
Du hast im Gartencenter eine Pflanze entdeckt, die dir supergut gefällt. Doch bevor du das Schätzchen mit nach Hause nimmst, ist es ratsam, die Auserwählte genau unter die Lupe zu nehmen. Wirf zuerst einen Blick auf das kleine Schild, das im Topf steckt, dort findet man alle Informationen zur Pflanze. Wie groß wird sie, mag sie die Sonne oder lieber den Halbschatten, wann blüht sie, welche Pflege ist notwendig. Sind noch nicht alle Fragen beantwortet? Frage einfach einen Mitarbeiter, sie beraten gerne und oft haben sie auch noch zusätzliche Pflegetipps parat. In meinen Anfängen als Hobbygärtner habe ich viele Fehler gemacht und zum Beispiel die Schafgarbe an einen Standort mit nur wenig Sonne gepflanzt. Die Pflanze kümmerte vor sich hin und am Ende ist sie jämmerlich eingegangen. Einen weiteren Fehler habe ich bei meiner ersten Bauernhortensie gemacht und sie im Herbst bodennah geschnitten. Im Frühling ist sie gewachsen, war gut belaubt, doch die Blüte ist ausgefallen. Was ich nicht wusste war, dass Bauernhortensien ihre Blütenknospen für die kommende Saison bereits im Vorjahr anlegen und schneiden absolut tabu ist. Heute lasse ich sogar die verwelkten Blütenbälle am Strauch, denn mit Frost überzuckert oder Schneehäubchen ist die Hortensie sogar im Winter schön anzusehen. Diesen Ratschlag, wie viele andere auch, habe ich von meinem Gärtner.
Das Bild in der Mitte zeigt gesunde Funkien, rechts und links nach dem Unwetter.
Doch alle guten Ratschläge, Tipps und viel Arbeit helfen nichts, wenn ein Unwetter mit Hagel kommt. Bereits 2 Tage vorher habe ich die frisch gepflanzten, empfindlichen Sommerpflanzen untergestellt. Doch das angekündigte Unwetter kam erst in der Nacht auf Pfingstsonntag, wo eigentlich keiner mehr damit gerechnet hat. Die Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst kam dann nur 5 Minuten vorher und kaum mehr Zeit noch größere Schutzmaßnahmen zu treffen. Nur 10 Minuten prasselten die Hagelkörner auf die Erde und haben ihre Spuren hinterlassen. Besonders im Nutzgarten müssen wir wieder von vorne anfangen, doch schlimmer ist der Wasserschaden im ersten Stock des Hauses.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!