Sonntagsfrühstück, 3. November

Einen wunderschönen guten Morgen!

Für viele gehört ein Stück Fleisch täglich auf den Teller, andere lehnen tierische Produkte ab und möchten ihre Mitmenschen davon überzeugen, kein Fleisch zu essen – teils mit harten Worten.

Wie sagte unser Ministerpräsident Markus Söder in einem Interview: „Ein Leben ohne Schweinsbraten mag möglich sein, ist aber nicht sinnvoll“. Seine Essgewohnheiten kann man fast täglich auf Instagram verfolgen und stellt dann fest, dass seine Gerichte sehr fleischlastig sind. Inzwischen ist der Fleischkonsum in Deutschland ein Reizthema, auf der Straße, im Netz, in der Politik und auch in meinem näheren Umkreis. Eigentlich ist der Mensch – genau wie das Schwein, von Natur aus ein Allesfresser. Für viele gehört aber zu einer richtigen Mahlzeit ein Stück Fleisch auf den Teller. Dabei war Fleisch lange Zeit Luxus und erst in den letzten Jahrzehnten hat der Fleischkonsum in Deutschland stark zugenommen. Meine Eltern konnten sich die täglichen Fleischmahlzeiten gar nicht leisten und so gab es nur am Wochenende, meist einen Braten.

Es gibt viele Gründe kein Fleisch zu essen: artfremde und unwürdige Tierhaltung, großzügiger Einsatz von Antibiotika, Massentierhaltung, unsinniger und weiter Transport und industrielle Verarbeitung. Solches Fleisch möchte ich nicht essen. Aber ich genieße ein gutes Stück Fleisch von Tieren die in natürlicher Umgebung aufwachsen und leben, artgerecht gehalten und human geschlachtet werden. Meine Familie und ich essen heute weit weniger Fleisch, maximal 2x in der Woche und ich weiß vorher das Stück Fleisch kommt, und zwar nicht aus dem Supermarkt, sondern direkt vom Bauern. Der seinen Tieren nur Gras und Heu zu fressen gibt, sie Artgerecht hält und wie die Metzgerei sie schließlich verarbeitet hat. Nie war Fleisch besser als heute, wenn man das richtige kauft. Das hat seinen Preis und ist ein Genuss.

Warum ich diesen Beitrag schreibe? Weil ich mich letzte Woche sehr geärgert habe. Leider ist es so, dass manche Vegetarier sehr intolerant sind und ich von einer guten Bekannten böse angegriffen wurde, dass ich Fleisch esse. In vielen Punkten musste ich ihr recht geben und ich weiß, dass es für mich und auch für die Umwelt besser wäre, auf Fleisch zu verzichten. Hin und wieder esse ich bewusst für einige Zeit kein Fleisch, allerdings freue ich mich danach wieder auf ein gutes Steak. Ich bin gegen eine Tierhaltung, die mit Schmerzen und Leiden verbunden ist und wenn Tiere noch tagelang vor der Schlachtung durch halb Europa gekarrt werden möchte ich lieber Vegetarier sein.

Wünsche euch einen schönen Sonntag!