Im Juni wächst und blüht der Garten und es steht einiges an Arbeit an, doch sollte man nicht vergessen – jetzt ist die schönste Zeit. Genießt die herrliche Kulisse der blühenden Pflanzen und legt auch mal die Beine hoch.
Verschiedene Pflanzen, wie zum Beispiel die Hortensien sind wegen des kalten Frühlings gut zwei Wochen im Rückstand. Die Blüten werden kommen – nur halt etwas später! Die Teichrosen geben im Moment alles und täglich kommen neue Blüten hinzu, was mich besonders freut. Doch es wird wieder Zeit die Bestände auszulichten und vor allem die verwelkten Blätter zu entfernen. Täglich werden die Sommerblüher auf der Terrasse und Balkon kontrolliert, verblühte Blütenstände von Margeriten, Cosmea und Petunien entfernt. Das Entfernen der verwelkten Blüten fördert das Wachstum und gibt der Pflanze neue Kraft und fördert den Neuaustrieb. Dabei inspiziere ich die Pflanzen auch auf Schädlinge und Krankheiten um bei einem Befall schnell reagieren zu können.
Der Rasen wird im Normalfall alle 8 bis 10 Tage gemäht, das fördert das Wachstum und hält ihn gesund. Doch bei großer Hitze verzichte ich darauf. Schneidet man Gräser an heißen Tagen auf 4 cm herunter, sind die Gräser schlimmstenfalls irreparabel verbrannt. Jetzt brauchen Blumen, Stauden und das Gemüse besonders viel Wasser und der beste Zeitpunkt ist der frühe Morgen. Zum Glück hatten wir die letzten Tage Regen, denn die Regentonnen waren aufgebraucht und die Gießkannen zu schleppen ist enorm anstrengend. Zur Zeit der Hauptblüte freuen sich Blumen und Stauden über eine Nährstoffgabe, jedoch nie bei praller Sonne. Es besteht die Gefahr, dass die Wurzeln durch den Dünger verbrennen. Im Sommer eignen sich dafür bedeckte Tage oder am frühen Morgen.
Leider wachsen und blühen mit den hohen Temperaturen nicht nur die Zierpflanzen, sondern auch das Unkraut. Um eine große Ausbreitung zu verhindern, ist es wichtig Unkraut regelmäßig zu entfernen. Im Juni kommen die ersten Sommergefühle, beim Wachsen von Kräutern und Gemüse kann man förmlich zusehen und der erste Salat und Radieschen wurden schon geerntet. Tomaten gehören in jeden Gemüsegarten und selbst auf dem Balkon oder im Kübel wachsen sie bestens. Damit man das Wachstum unter Kontrolle hält und die Ernte auch reichlich wird, ist das „ausgeizen“ eine wichtige Pflegemaßnahme, was regelmäßig durchgeführt werden sollte. Ein weiterer Grund für das „ausgeizen“ ist das notwendige Auslichten der Pflanze. Um gut auszureifen und ein süß-fruchtiges Aroma zu bilden, benötigen die Tomaten viel Sonne und nach einem Regen müssen die Blätter rasch abtrocknen können. Bekommt die Pflanze zu wenig Sonne und bleiben die Blätter lange feucht, kann es zum Pilzbefall wie Braunfäule kommen.
Im Juni läuft der Garten zu seiner Hochform auf und warme Juni Abende laden ein, den Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen zu lassen. Nun ist die beste Zeit den Garten auch zu genießen.