Im Advent hat Wichteln bei vielen Menschen Tradition, ob im Freundeskreis, im Verein oder bei der Betriebsweihnachtsfeier. Hier wird per Zufall ausgelost, wer wen beschenkt. Die Geschenke bleiben geheim und damit es fair bleibt, wird ein kleines Budget, oft zwischen fünf und zehn Euro für das Präsent festgelegt. Um die spaßige Tradition noch spannender zu Gestalten gibt es noch Schrottwichteln.
Schrottwichteln ist eine hervorragende Gelegenheit sich von ungewollten Dingen Zuhause zu trennen, sich den Weg zum Wertstoffhof zu sparen und jemand anderen glücklich zu machen. Kurz gesagt – Schrottwichteln ist schenken, was du nicht mehr brauchst oder dringend loshaben möchtest. Als ich vor ein paar Wochen die Einladung zur Weihnachtsfeier des Vereins erhalten habe, stellten sich bei mir bereits die Haare auf. Essen, Ehrungen, besinnlicher Teil und zum Schluss Wichteln. Leider kein Schrottwichteln, denn ich hätte so einiges was ich loshaben möchte :-). Jeder sollte ein Geschenk im Wert von zehn Euro mitbringen. Ich mag die Weihnachtsfeier sehr gerne, doch Wichteln ist mir ein Graus.
Wichtelgeschenke sind meist unnützer Kram, die nicht gefallen und oft im Müll landen. Wir brauchen nicht ein „Mehr“ an materiellen Dingen und zudem ist es auch nicht besonders nachhaltig, wenn die Geschenke dann in die Tonne fliegen. Mein Wichtelgeschenk habe ich selbst gebastelt und hoffe, der Beschenkte freut sich über eine Adventsdeko. Über einen Anzuchtbecher habe ich einen selbstgestrickten Schlauch gestülpt und den Becher mit Moos gefüllt. Eine Kerze, ein paar Kugeln, Glitzersterne, Bärengras und Tannengrün – fertig ist mein Wichtelgeschenk, das mir selbst ganz gut gefällt und den Wert von 10 Euro auch nicht überschreitet.