Mein Nachbar ist ein leidenschaftlicher Schwammerl-Sammler und hat mir letztes Jahr hoch und heilig versprochen mich einmal zum Schwammerlsuchen mitzunehmen. Die wirklich guten Plätze werden geheim gehalten und oft nicht einmal den engsten Verwandten anvertraut. Ein wahrer Pilzsammler kennt scheinbar bei diesem Thema keine Freunde und deshalb war ich ein wenig verwundert, dass er mir seine Plätze preisgeben will. Doch daraus wurde nichts und ein wenig vorwurfsvoll habe ich ihn angesprochen, doch grinsend meinte er, das habe er vollkommen vergessen. Zum Trost schenkte er mir ein Säckchen mit gefrorenen Steinpilzen, Maronen und Pfifferlinge, die ich natürlich gerne angenommen habe. Wir Bayern essen im Allgemeinen viel Fleisch, da ist eine Schwammerlsuppe mit Semmelknödel eine willkommene Abwechslung und eine Delikatesse.
Rezept für 3 Personen
Zutaten

4 EL Butter
1 grosse Zwiebel
600g Schwammerl (Steinpilze, Pfifferlinge, Maronen)
1 Bund Petersilie
2 EL Mehl
500 ml Gemüsebrühe
100 ml Weisswein
200 ml Sahne
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
2 EL Butter in einem Topf zerlassen und darin die klein gewürfelte Zwiebel glasig andünsten. Die gefrorenen Pilze dazu und unter häufigem Wenden braten bis die Pilze aufgetaut sind und eine goldbraune Farbe bekommen. Gefrorene Pilze sollte man nicht auftauen lassen, sondern gefroren in die Pfanne oder Topf geben. Sie werden sonst labberig oder matschig. In einem zweiten Topf die restliche Butter schmelzen, das Mehl einrühren und mit dem Schneebesen glatt rühren.
Unter ständigem Rühren den Weißwein, anschließend die Gemüsebrühe dazu. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und mit der Sahne aufgießen. Die Schwammerl und klein gehackte Petersilie hinzu und gut umrühren. 10 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen und mit Semmelknödel servieren.