Unpersönliche Baumärkte und ein Wirrwarr am Supermarkt und in der Baumschule, überall gestresste Gesichter, denn im hektischen Dezember sucht jeder den perfekten Christbaum. Viele Betriebe machen den Verkauf zum Event mit Glühwein und Würstchen, was gut und gerne angenommen wird. Manche gehen auch mit der Axt in den Wald (die Baumwilderer) und schlagen sich dort ihren Wunschbaum. Groß muss er sein, gleichmäßig gewachsen und möglichst nicht viel kosten. Doch spätestens am 06. Januar hat der Baum ausgedient und landet dann auf dem Kompost oder im Wertstoffhof.
Alleine für Deutschland werden ca. 30 Millionen Weihnachtsbäume geschlagen und verkauft, die oft einen weiten Weg hinter sich haben. Bevor eine Tanne an Weihnachten ins Wohnzimmer zieht, steht sie je nach Größe sieben bis acht Jahre auf der Plantage. Sehr beliebt in Deutschland ist die Nordmanntanne wegen ihres dichten Wuchses und den angenehmen Duft. Ihre Nadeln sind groß, sehr weich und von einem satten Grün. Mit der richtigen Pflege hält die Nordmanntanne auch in beheizten Räumen sehr lange und nadelt nur minimal.
Wer Umwelt und Klima möglichst wenig belasten will, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Baum aus der Region stammt. Je kürzer die Transportwege, desto besser und falls man sich unsicher ist, eine Frage kostet ja nichts. Ich werde meinen Baum wieder bei einem Landwirt vor Ort kaufen. Die Auswahl an Tannen ist nicht ganz so groß wie im Baumarkt, da er in erster Linie Fichten anbietet. Doch der Baum ist frisch geschlagen und muss nicht durch halb Europa transportiert werden.
Die Aussicht, dass der Baum schon am Hl.Abend nadelt wird zudem reduziert. Zum Service gehört auch dazu, dass der Stamm für meinen Christbaumständer bereits gefräst und passend angeschnitten wird. Dazu werden die Bäume zum gewünschten Termin, meist zwei bis drei Tage vor Weihnachten bis vor die Haustüre angeliefert. Also lieber einen regionalen Kauf, der vielleicht ein paar Euro mehr kostet, mit einem super Service.