Sonntagsfrühstück, 17.Dezember – 3.Advent

Einen wunderschönen guten Morgen!

Ich denke es gibt neben den Kindern nur noch wenige Menschen, die die Vorweihnachtszeit richtig und ausgiebig geniessen können. Nicht selten höre ich im Moment – ich bin gar nicht in Weihnachtsstimmung oder ich hatte vor lauter Stress keine Zeit in die richtige Stimmung zu kommen. Für viele ist diese Zeit einfach geprägt von Stress und Druck, es scheint als müsse noch vor Weihnachten alles erledigt werden.

Aber auch im privaten Bereich häufen sich vor Weihnachten die Termine. Weihnachtsfeiern und Treffen mit Freunden auf dem Christkindlmarkt, wer dann noch Mitglied in einem Verein ist, wird kaum einen freien Abend finden. Dabei ist die „besinnliche“ Adventszeit doch eine der schönsten Zeiten des Jahres, wenn man es zulässt, wenn man alte Traditionen aufleben lässt und manchmal auch „Nein“ sagt, wenn die Termine über Hand nehmen. Doch ein Weihnachtsmuffel wird vermutlich jetzt nicht mehr weiterlesen.

Weihnachtssongs

Keine Frage Weihnachtssongs und Lieder gehören zur Adventszeit, wie der Kranz und Plätzchen, doch spätestens nach Sylvester kann ich keinen Song mehr hören. Jetzt vor Weihnachten kann ich mich für „Last Christmas“ begeistern, höre jedoch auch klassische- oder Zithermusik. Hauptsache weihnachtlich und stimmungsvoll, denn nichts berührt unsere Sinne wie die Musik.

Adventdüfte

Orangen, Glühwein, Punsch, Zimt, Nelken, Anis und frische Tannenzweige. Ihr Duft ist für mich Weihnachten und bereits der Geruch einer frisch geschälten Mandarine bringt diese ganz besondere Stimmung  zum Vorschein. In der Vorweihnachtszeit mache ich sehr häufig Punsch oder Bratäpfel mit Vanillesauce. Dann duftet das ganze Haus herrlich nach Weihnachten. Einen besseren Helfer um in Weihnachtsstimmung zu kommen kenne ich nicht.

Weihnachts-Shopping

Auch Weihnachtsshopping gehört dazu, auch wenn es mich von Jahr zu Jahr mehr stresst. Die vielen hektischen Menschen, das Gedränge und vor allem die Suche nach einem Parkplatz schrecken mich mehr und mehr ab. Ein festes Ritual ist seit vielen Jahren aber Weihnachtsshopping mit meiner Tochter kurz vor dem Fest. Wir starten zuerst mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns ins Getümmel wagen – ohne Zeitdruck und genauen Plan suchen wir gegenseitig die Geschenke aus. So vermeiden wir auch Fehleinkäufe.

Bräuche und Traditionen

Viele Bräuche rund um das Weihnachtsfest sind leider völlig eingeschlafen oder wurden durch neue ersetzt. Halloween statt Weihnachtsklöpfern? Sogar bei uns am Dorf kennen viele Kinder diesen Brauch nicht mehr. Klöpfern war in meiner Kindheit und auch noch bei meiner Tochter ein fixer Termin in der Adventszeit. Jeden Donnerstag am späten Nachmittag sind Kinder durchs Dorf gezogen, verkleidet als Hirten und haben Weihnachtslieder gesungen. Als Dankeschön gab es Süßigkeiten oder einen kleinen Geldbetrag. Ein schöner Brauch, an dem meine Tochter viel Spaß hatte, doch die letzten Donnerstage habe ich vergeblich auf die Hirten gewartet.

Schlemmen und Genießen

Adventszeit ist auch – ohne Rücksicht, die Zeit zum Schlemmen und Genießen. Es duftet nach Maroni, Bratäpfel, Gewürzkuchen, herzhafter Bratwurst oder Glühwein. Generell gilt im Advent: Alles kann, nichts muss. Wer sich durch sämtliche Leckereien schlemmen möchte, sollte das mit Genuss tun. Schließlich ist Weihnachten nur einmal im Jahr und die Waage ist eh im Winterschlaf. Ganz ehrlich, unter den vielen Lagen Klamotten sieht das doch eh keiner. Ab Ende Januar ist dann genug Zeit wieder an der Figur zu arbeiten, außerdem braucht man im Winter Reserven.

Etwas Gutes tun

Weihnachten ist auch die Zeit an andere zu denken, die in Not sind oder von allem zu wenig haben. So haben wir die letzten Jahre schon an einer Wunschzettel-Aktion von einem Kinderheim teilgenommen, an ein Frauenhaus oder bei Stiftung Antenne Bayern hilft gespendet. Die Spendenaktion bezieht sich ausschließlich auf Menschen in Bayern die unverschuldet, durch Krankheit oder einen Unfall in Not geraten sind. Mal sehen, was es dieses Jahr wird. Ich muss nur aufpassen, dass meine Tochter nicht ein Tier aus dem Tierheim mit nach Hause bringt. Wenn sie könnte, hätten wir längst einen kleinen privaten Zoo Zuhause.

Wer am 23. Dezember feststellt, dass er nicht in Stimmung für das Fest ist, ist selber schuld oder ein eingefleischter Weihnachtsmuffel. Die Adventszeit bietet sich geradezu an in die richtige Stimmung zu kommen. Eine Kerze am Adventskranz anzünden, einen Weihnachts-Markt besuchen, Plätzchen naschen und Glühwein trinken. Dafür sind die Sonntage im Advent gedacht. Nach einem langen Spaziergang gibt es nichts Schöneres, als den Tag in besinnlicher Stimmung ausklingen zu lassen – man muss es nur zulassen!

Wünsche euch einen schönen Sonntag!