Sonntagsfrühstück, 14.April

Einen wunderschönen guten Morgen!

Frühling – die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und in dieser besonderen Jahreszeit lockt das natürliche Licht und das Grün ins Freie. An jedem grünen Fleck sprießen nun kleine und große Blumen und zeigen ihre Farbenpracht. Die beste Zeit, um die farbenfrohe Pracht der Blumen fotografisch festzuhalten.

 

 

Blumen sind wahre Kunstwerke der Natur, äußerst fotogen, facettenreich und unheimlich geduldig, man kann sie immer wieder aus verschiedenen Blickwinkel ablichten. Für gute Bilder ist vor allem die Tageszeit sehr wichtig, zwar bietet die Mittagszeit am meisten Licht, doch die grelle Mittagssonne erzeugt harte Schatten. Wer schon einmal das gleiche Motiv zu verschiedenen Tageszeiten aufgenommen hat, weis wie stark Licht das Bilderergebnis beeinflussen kann. Ich nutze daher die Zeit am frühen Vormittag, am liebsten den späten Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlen nicht mehr so stark sind und das natürliche Licht für harmonische Aufnahmen sorgt. Eine Blüte ist sehr prachtvoll, jedoch findet sich größtenteils die Schönheit im Detail. Nicht selten ist das Innere, also der Stempel und die Staubblätter der Blüte ein tolles Motiv. Oft spielen auch Insekten, die sich in oder auf der Blüte niederlassen, eine Gastrolle für ein wunderschönes Bild. Wer gerne fotografiert, wird auch die Schönheit von Regentropfen erkennen. Beliebte Motive nach einem verregneten Tag sind Grashalme und besonders die Pflanze Frauenmantel, auf denen sich die Tropfen sammeln.

 

Die Vogelperspektive zu nutzen ist zwar einfach und bequem, bringt jedoch nur selten spektakuläre Motive und wirkt oft langweilig. Blüten auf Augenhöhe abzulichten sind für den Nachbarn, der gerade am Fenster steht, vielleicht etwas befremdlich und lustig, für die Bilder jedoch interessanter. Ich habe kein Problem, mich für ein schönes Motiv ins Gras zu legen, denn besonders interessant wirken Aufnahmen, wenn man sie aus der Froschperspektive schräg von unten nach oben fotografiert. Nicht selten entstehen Fotos beim Spaziergang – auf die Schnelle beim Vorbeilaufen. Auf dem kleinen Handy Display wirken sie ganz gut, doch auf dem PC stellt man dann fest, die Bilder sind unscharf und wenig ansprechend. Man stellt Zuhause fest, dass man gerade die Blüte und Blätter festgehalten hat, die von Insekten oder Käfern angefressen wurden. Dann sollte man sich mehr Zeit nehmen und dabei die schönsten Blüten aussuchen und aus mehreren Blickwinkeln die Bilder erstellen.

Es gibt nicht viele Hobbys, die sich so gut miteinander verbinden lassen wie der eigene Garten und die Pflanzen-Fotografie. Gerade im Frühling findet man Motive in Hülle und Fülle, wie sich der Garten täglich verändert. Selbst lernt man ständig dazu, um gute Ergebnisse zu erzielen – das Auge zu schulen, ein Gefühl für das optimale Bild zu bekommen und die Technik zu verstehen. Nicht jedes Bild gelingt, man muss nur einfach Geduld haben.

Wünsche euch einen schönen Sonntag!