Einen wunderschönen guten Morgen!
Bis jetzt war der Sommer 2024, vor allem im Juni eins: ganz schön nass! Der Gipfel war dann vor vier Wochen hier in der Region extremer Starkregen – Tagelang und die Folge: Mücken, Mücken und noch mehr Mücken!
Grillen, Gartenarbeit oder einfach nur gemütlich im Freien sitzen ist derzeit schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man danach nicht aussehen möchte wie ein Streuselkuchen. Ganz akut ist es im Moment am Stall, der Luftlinie nur ca. 400 m vom Simssee liegt. So schön die Sommerzeit auch ist, so anstrengend kann sie für Mensch und Tier sein. Die heftigen Regenfälle im Juni, das schwül-warme Wetter und die starken Gewitter haben eine explosionsartige Vermehrung der blutsaugenden Stechmücken gebracht. Die Plagegeister kommen meist in ganzen Schwärmen und vermiesen den Pferden eine entspannte Weidezeit. Neben den Steckmücken lauern zudem auch noch Zecken im hohen Gras. Im Moment grasen einige Zebras auf den Weiden :-), denn seit einigen Jahren werden Pferde-Fliegendecken und -Masken mit Zebra-Streifen angeboten. Forscher haben herausgestellt, dass Streifen wie bei den Zebras die Insekten fern halten sollen. Die Streifen bewirken eine Bewegungstäuschung, die den Insekten den Landeanflug erschwert. Ob es wirklich wirksam ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen, doch lustig aus sieht es in jedem Fall. Gerade an Hals und Bauch sind die Pferde übersät von Pusteln, die wir mit verdünntem Apfelessig behandeln, dass der Juckreiz abgeschwächt wird. Außerdem sind Fliegensprays mit Lavendelöl im Einsatz, die leider nur rund 3 Stunden wirksam sind.
Doch auch Zuhause – im Garten und im Haus ist die Mückenplage akut. Nicht nur das Hochwasser hat Einfluss auf die Vermehrung der Steckmücken, sondern auch der Klimawandel. Steigende Temperaturen, Niederschlagsmengen und Feuchtigkeit, die ideale Bedingung für Mücken. Letzte Woche bei der Gartenarbeit waren meine Arme, der Hals und die Beine von Mückenstichen übersät. Doch am schlimmsten war das linke Auge betroffen. Zwei Tage dickes Auge, ich sah aus, als hätte ich ein Rendezvous mit einem Boxer gehabt – sehr sehr unangenehm. Meist bekommen wir den direkten Stich nicht mit, sondern bemerken erst wenn der Körper reagiert und der unangenehme Juckreiz einsetzt. Jetzt heisst es schnell reagieren und oft genügen bereits Umschläge mit kaltem Wasser oder ein Kühl-Pack, das mit einem Tuch umwickelt wird. Unschlagbar ist ein Wickel mit verdünntem Essig oder eine frische Zwiebel direkt auf dem Stich – wenn nur der Geruch nicht wäre. Honig und Quark sind ebenfalls als Soforthilfe geeignet und sind Schmerz- und Juckreiz lindernd. Wer unterwegs ist, hat in der Regel keine Kühl-Pack oder Essig parat. Praktisch sind dann Salben, Gels und Sprays aus der Apotheke. Das wichtigste ist aber, nicht kratzen und den Stich nicht mit Spucke einreiben.
Es gibt Mittel gegen Mückenlarven (Bti), das die letzten Jahre am Chiemsee und Simssee eingesetzt wurde. Doch dieses Jahr konnte nicht gespritzt werden, da es Lieferprobleme gibt. Gestern wurde in der Regionalzeitung ein Artikel veröffentlicht, dass Campingplätze am Chiemsee besonders unter der Mückenplage leiden. Gäste würden frühzeitig abreisen oder erst gar nicht kommen und in Chieming würde ein Gastronom sogar Insektenschutzmittel an seine Gäste ausgeben. In meinem Lieblingsrestaurant direkt am Simssee wurde die Terrasse komplett mit Netzen ausgestattet, doch ein entspannter Besuch ist auch nur mit Insektenschutzmittel möglich. Es soll ja Menschen geben, die ohne Mückenstiche durch die warme Jahreszeit kommen. Ich gehöre – leider definitiv nicht dazu. Was die Bilder mit der Schafgarbe aus meinem Garten mit den Mücken zu tun hat? Meine Mutter meinte immer, die Schafgarbe ist eine Pflanze mit besonders vielen Heilkräften, deren ätherischen Substanzen vielseitig wirken wie zum Beispiel entzündungshemmend und antibakteriell und es soll auch gegen Mückenstichen helfen. Das muss ich doch dringend austesten.
Euch einen schönen, sonnigen – Mücken freien Sonntag!