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Gartenarbeit im September

Der September markiert den Übergang vom Sommer zum Herbst, wobei der Temperatursturz von über 30 Grad zu 6 Grad, innerhalb nur einer Woche schon sehr krass war. Am 7. September noch in Flip-Flop und T-Shirt, am 14. September dann Thermostrumpfhose und dicker Pullover. Hätte mir einen sanfteren Übergang gewünscht.

 

Nachdem wir den Garten in den letzten Wochen genießen durften und im wahrsten Sinne des Wortes – die Früchte der Arbeit ernten konnten, ist es im September wieder an der Zeit, Hand anzulegen und ich hoffe auf warme Tage. Der September ist ideal um Stauden zu pflanzen. Die Auswahl ist jetzt groß und bei warmen Böden wachsen die mehrjährigen Sorten schnell an. Die bestehenden Stauden werden erst im Frühjahr geschnitten, denn Insekten nutzen sie als Rückzugsort im Winter und dienen Vögel als Nahrung. Auch dient das Laub und die Stiele als natürlicher Winterschutz. Ab September ist Pflanzzeit für die Zwiebel der Frühlingsblumen, doch ich verschiebe es dieses Jahr in den Oktober. Es ist wichtig, dass die Bodentemperatur dauerhaft unter zwölf Grad liegt. Setzt man zu früh in die Erde wachsen die Wurzeln nicht an und außerdem kann es sein, dass die Zwiebel bereits austreiben und im Winter erfrieren.

 

Auch wenn man bei trübem Herbstwetter lieber auf der Couch liegen würde, anstatt mit Gummistiefel im Garten zu sein, fallen einige Arbeiten an. Um den frostigen Winter zu überstehen und damit man sich im Frühjahr über einen sattgrünen Rasen freuen kann, sollte er mit Nährstoffen versorgt werden. Mit der Herbstdüngung erhält der Rasen seine letzte Nährstoffzufuhr, bevor es in den Winterschlaf geht. Im Handel gibt es spezielle organische Herbst-Rasendünger, die für Kinder, Tiere und Umwelt bei korrekter Anwendung unbedenklich sind. Verteilt wird der Dünger über den Streuwagen, damit er besonders gleichmäßig ausgebracht wird. Bevor der Rasen gedüngt wird, muss das Laub entfernt werden, dann kann gemäht werden. Gekürzt wird der Rasen auf höchstens fünf Zentimeter. Bei mildem, sonnigen Herbstwetter kann es vorkommen, dass auch noch Ende November der Rasenmäher aus der Garage geholt werden muss.

Die beste Zeit für einen Rückschnitt von Sträuchern ist im Herbst, wenn die Wachstumsphase beendet ist. Auf jeden Fall muss das Wetter frostfrei sein, damit die Kälte dem Gehölz keinen Schaden zufügen kann. Auch bei praller Sonne oder Regentagen sollte man auf einen Schnitt verzichten. Damit der Grünschnitt am Ende der Arbeit platzsparend auf dem Kompost oder als Mulch auf die Beete gebracht werden kann, ist ein Häcksler ideal. Die Zweige werden im Handumdrehen zerkleinert. Vorsicht ist jedoch bei von Krankheiten befallenen Zweigen. Diese entsorgt man besser, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Sträucher benötigen für ein langes Wachstum und einen kompakten Wuchs einen regelmäßigen Rückschnitt. Entscheidend ist ein gut funktionierendes Werkzeug und der richtige Zeitpunkt. Die Bilder habe ich bereits Anfang September an einem sonnigen Tag gemacht, noch bevor uns das Regentief mit niedrigen Temperaturen erreicht, bzw. gestreift hat. Übrigens der Gipfel unseres Hausberges, die Kampenwand war hinterher ein paar Tage schneebedeckt. Jetzt kann das Wetter nur noch besser werden.

 

 

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