Einen wunderschönen guten Morgen !
Mit der Fernsehserie „Die Pferdeprofis“ wurde Bernd Hackl bei Pferdemenschen bekannt, half ihnen ihre Pferde besser zu verstehen und so manches Problem aus der Welt zu schaffen. Vor zwei Wochen haben wir uns sein Bühnenprogramm „S’Leben könnt so einfach sein“ besucht. Dort erzählt Hackl 2 1/2 Stunden welche Probleme – meist am anderen Ende des Führstrickes zu finden sind.
Bernd Hackl ist bekannt für seinen Humor und der eine oder andere wird sich in dieser Comedy-Show vielleicht wiedererkennen, wenn er von seinen Erfahrungen im Leben eines Reiters erzählt. Mit Witz und viel Charme plaudert er aus seinem Nähkästchen, im ausverkauften Kulturhaus vor einem überwiegend weiblichen Fachpublikum. Oh ja, ein wenig Wissen über Pferde und die Reiterei sollte man für diese Show mitbringen, sonst würde man viele Pointen der Show nicht verstehen. Hackl greift auf seine langjährige Erfahrung zurück und lässt die Zuschauer am ganz normalen Wahnsinn in seinem Trainingsalltag teilhaben. Es gibt so viele Dinge im Leben – natürlich in diesem Fall in der Reiterwelt, mit denen wir uns das Leben schwer machen und dabei könnte das Leben doch so einfach sein.
Oh ja, es gibt genügend Problempferde und gerade Haflinger, Traber, Araber und Isländer werden an diesem Abend besonders auf die Schippe genommen oder der „superliebe“ Andalusier der nur bei schönem Wetter reitbar ist. Dass Bernd Hackl Pferde auf den richtigen Weg bringen kann, ist ihm eine Herzensangelegenheit und das schafft er auch. Doch bei den Zweibeinern dauert es meist länger und ist bedeutend schwieriger. Jeder Pferdeliebhaber glaubt schließlich, für seinen Liebling nur das Beste zu tun. So wie jene Reiterin, die mit ihrem Friesen in Hackls Stall zog und sich sorgte, weil er die frisch mit Spülmittel gewaschenen Karotten verweigerte, die erdverkrusteten Karotten verspeiste der Friese jedoch mit viel Genuss. Weniger zum Lachen fand Hackl dagegen die beiden Haflinger, deren Besitzerin ihnen beigebracht hat, sich vor ihr aufzubäumen und ihre Beine auf ihre Schultern zu legen. Schon einmal einen Huf ins Gesicht bekommen? Als Dreijährige haben sich die beiden benommen wie Halbstarke und Hackl hat sie an einen, eher unbeliebten Kollegen weitervermittelt, von dem er nie wieder etwas gehört hat. Von wegen ein Pferd sei „leichtfuttrig“ oder „barock“. Er hat schon manchen barocken Araber gesehen, scherzte Hackl. Wer diese Pferderasse kennt, weis, dass sie im Idealfall eher einer Gazelle gleichen. Hier müsse man ehrlich sein – wenn einer fett ist, dann ist er fett und dann sag’ ich es, wenn es der Pferdebesitzer auch nicht gerne hört.
Ein sehr kurzweiliger Abend und wir haben Tränen gelacht – ein Comedy-Abend der ganz anderen Art. Leider durften bei der Show keine Fotos gemacht werden, schade – hätte euch gerne ein paar Bilder gezeigt, auch wenn kein Pferd auf der Bühne stand 🙂
Wünsche euch einen schönen Sonntag!