Die Gaura (auch Prachtkerze genannt) ist der Liebling der Schmetterlinge. Doch wo sind die Schmetterlinge? In den letzten Jahren kann man den Rückgang von Schmetterlingen immer mehr beobachten. Das Verschwinden der Falter ist ein Indikator dafür, wie schnell sich die Umwelt verändert und die empfindlichen Insekten leider langsam aussterben, weil ihre Lebensräume schrumpfen. Die Natur wird stark überdüngt und Pestizide in der Landwirtschaft schaden den Faltern. Fast die Hälfte aller Schmetterlinge in Deutschland sind inzwischen gefährdet und man sieht sie nur noch vereinzelt.
Doch nicht nur Schmetterlinge lieben die Prachtkerze, ich selbst sehe sie sehr gerne. Sie bringt Leichtigkeit ins Staudenbeet, erinnert fast ein wenig nach Gräser, blüht bis in den Herbst, ist pflegeleicht und fordert wenig Aufmerksamkeit. Die Prachtkerze kann Trockenperioden gut überstehen und gedeiht besonders gut an einem sonnigen Standort. Der Boden sollte vor allem durchlässig sein und nicht zu viele Nährstoffe enthalten. Das besondere an der Staude – jede Einzelblüte öffnet sich nur für einen Tag. Da sie aber permanent neue Blüten bildet fällt es kaum auf. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Im Herbst schneide ich die Gaura zurück, damit sich die Samenstände im Beet nicht selbst ausbreiten. Mit etwas Laub und Reising wird sie für die kalten Wintermonate geschützt.
Prachtkerzen werden je nach Sorte zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch. Sie werden gerne zur Auflockerung im Beet gepflanzt. Doch auch im Kübel macht die Prachtkerze ein schönes Bild, muss jedoch vor Staunässe geschützt werden. Da im Kübel die Wurzeln im Winter schneller erfrieren, sollte der Topf mit Vlies oder Jute eingepackt und auf eine Styroporplatte gestellt werden. Wir sollten alle mehr Prachtkerzen und Wildblumen pflanzen, um das Aussterben der hübschen Schmetterlinge zu verhindern.