Wer an Rosen denkt, hat zunächst meist duftende, romantische Pflanzen vor dem Auge. Dabei können Rosen noch viel mehr – Hagebutten bilden. Diese Früchte der Rosen sind nicht nur äußerst dekorativ, sondern dienen vielen Vögeln einen begehrten Wintersnack, sind für den Menschen essbar und auch Pferde lieben getrocknete Hagebutten.
Doch nicht jede Rose trägt Hagebutten. Während Wildrosen allesamt die Früchte ausbilden, ist es bei Gartenrosen nicht immer der Fall. Die meisten Edelrosen und gefüllte Rosen eignen sich wenig dazu um Hagebutten zu gewinnen. Damit Rosen diesen schönen Herbstschmuck bilden können, dürfen sie nach der Blüte nicht zurückgeschnitten werden. Hagebutten unterscheiden sich in ihrer Größe und können von erbsengroßen Minifrüchten bis hin zu einem Durchmesser von 2–3 cm heranwachsen. Bei uns finden wir in freier Natur vor allem die Hundsrose, die Weinrose oder die Kartoffelrose die außergewöhnliche große Hagebutten bildet. Ich habe mir vor einigen Jahren eine spezielle Hagebuttenrose gekauft. Da sie aber kaum blüht, ist die Ausbeute an Hagebutten auch spärlich.
Beim Ernten von Hagebutte sollte man in jedem Fall Handschuhe tragen, denn an den Ästen sind fiese Dornen, die zu schmerzhaften Verletzungen führen können. Auch wenn Hagebutten wunderschön zur Herbstdeko passen, man sollte den größten Teil stehen lassen, denn schließlich brauchen unsere Vögel Nahrung für die kalte Jahreszeit.

