Sonntagsfrühstück 24. März

Einen wunderschönen guten Morgen!

Was mich diese Woche sehr beschäftigt hat: ist Hühnerhaltung für private Haushalte „in“? Letzte Woche waren wir bei Freunden zum Weisswurst Frühstück eingeladen und ich staunte nicht schlecht, denn hinter dem Haus steht seit zwei Wochen ein Hühnerstall und 6 prächtige Hühner gackern im Garten und bescheren (angeblich) täglich frisch gelegte Eier.

An unserem Stall wuseln 15 Hühner und fühlen sich sichtlich wohl. Unsere Stall Besitzerin ist eine wahre Tierliebhaberin und die Räumlichkeiten auf dem ehemalige Bauernhof sind ideal. Immer mehr Menschen halten nun Hühner als Haustiere, in meinem Bekanntenkreis sind es 5 Familien – nicht nur weil sie sich auf das tägliche Frühstücksei freuen. Eine Freundin, die schon seit Jahren einen privaten Hühnerstall im Garten hat, erzählte sie brauche nur mit dem Maiskolben ins Hühnerhaus zu treten und schon ist sie umringt von Helga, Moni, Resi, Anna, und Lisa. Sie schwärmte von den wunderbar aromatischen Eiern, die mit den gekauften Eiern aus dem Supermarkt nicht Vergleichbar sind. Auf einen Hahn hat sie aus Rücksicht auf die Nachbarn verzichtet. Wer mag schon Morgens, in einem Wohngebiet um 6 Uhr vom Krähen des Gockels geweckt werden! Da Hühner auch ohne Gockel Eier legen, ist ein Hahn nicht zwingend erforderlich. Für das Sozialverhalten ist der Hahn jedoch von grosser Bedeutung. Er bringt Ruhe in die Herde, beschützt sie und fungiert als Schlichter bei Streitigkeiten.

Täglich ein frisches Ei? Klingt eigentlich ganz toll! Hühner können ausserdem sehr zahm und zutraulich werden. Das geht soweit, dass meine Freundin sie sogar auf dem Arm nehmen kann und sie aus der Hand fressen. Dieses Wochenende fährt sie zu einem Geflügelhändler um den Bestand aufzustocken. Sie meinte der Arbeitsaufwand bleibt gleich, ob nun 6 Hühner oder 10 Hühner und der Hühnerstall ist gross genug. Ich werde mir keine Hühner anschaffen, den klein Lillii ist nun mal ein Jagdhund und hat vor einigen Jahren beim Spaziergang ein Huhn gekillt. Ob es vor Schrecken einen Herzinfarkt bekommen hat oder ob Lilli wirklich zugebissen hat kann ich nicht beantworten. Das Huhn flatterte aufgeregt davon und hat bei Lilli den Jagdtrieb geweckt, was eine regelrechte Hetzjagd war und alle von mir unternommene Rückrufkommandos blieben Erfolglos. Die Bäuerin war natürlich ziemlich sauer, denn es war eine wertvolle Zuchthenne und es kostete mich 30 Euro.

Für die Schneckenbekämpfung eignen sich die Hühner nicht, jedoch fressen Schnecken sehr gerne Hühnerkacke. Das ist ein weiterer Grund dass für mich ein Hühnerstall nicht in Frage kommt. Das Grundstück wäre gross genug, aber auf der Terrasse verzichtet ich gerne auf die kleinen Häufchen.

Fahre jetzt mal in den Pferdestall und werde die Hühner beobachten. Lillii bleibt – Sicherheitshalber an der Leine. Lillii hat sich an den Stall gewöhnt, jagt die Hauskatze nicht mehr und kuckt die Hühner kaum an. Jedoch wirklich trauen kann ich ihr nicht.

Wünsche Euch einen schönen Sonntag.