Sonntagsfrühstück 28. April

Einen wunderschönen guten Morgen am letzten Sonntag im April 2019.

Was war das für ein wunderschönes Osterfest!! 4 Tage Sonnenschein, 4 Tage geschlemmt, 4 Tage frei !! Was macht es da schon wenn es heute regnet, die Natur hat es auch dringend nötig. Die Böden sind viel zu trocken und die Waldbrandgefahr steigt stetig. So werde ich mir heute die Bügelwäsche zur Brust nehmen und einen Kuchen backen. Und wie heisst es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung und nach dem Motto werde ich am Nachmittag mit dem Ostfriesennerz und Gummistiefel einen langen Spaziergang mit den Tieren unternehmen, mit guter Laune und einem Lächeln im Gesicht.

Am Ostermontag waren wir bei herrlichem Sonnenschein in Traunstein zum Georgiritt, der zu den schönsten Umritten Bayerns zählt. Festlich geschmückte Pferde und Wagen, Blaskapellen und historische Trachtengruppen nehmen an dieser Veranstaltung teil. Diese Tradition reicht bis in Jahr 1530 zurück und symbolisiert den Sieg des Frühlings über den Winter. Nachdem Festzug, der sich vom Stadtplatz bis zum Ettendorfer Kircherl zieht, werden Ross und Reiter gesegnet. erbitten den Segen für Tiere, die Feldarbeit und den heimischen Stall. Eine schöne Mischung aus lebendigem Brauchtum und farbenfrohen Historienspiel. Beim Osterritt zu Ehren des Heiligen Georg, als Schutzpatron der Pferde und Reiter waren wieder tausende Zuschauer anwesend. Es ist die grösste Pferdewallfahrt Bayerns und wurde 2017 in das Bundesverzeichnis des immaterielle Kulturerbe der Unesco aufgenommen. Endlich hatten die Veranstalter das Wetterglück auf ihrer Seite. Blöd nur – wir haben die Kamera und auch das Handy Zuhause vergessen.

Nächste Woche erwartet uns die dritte kurze Arbeitswoche in Folge. In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird vielerorts der Anbruch der warmen Jahreszeit mit einem Tanz in den 1. Mai gefeiert. Es kann auch sehr „wild“ werden in der Walpurgisnacht, wo nach altem Glauben Hexen auf ihrem Besen durch die Lüfte reiten. In unserer Gegend sind weniger die Hexen gefährlich, denn es ist wohl Tradition dass die Dorfjugend in der Nacht so manchen Unsinn unternimmt. Dann werden ungesicherte Gartenmöbel, Fahrräder und Mülltonnen gerne auf den Dorfplatz gestellt,

Ortsschilder ausgetauscht und natürlich darf man in der Freinacht den Maibaum vom Nachbardorf stehlen. Ärger gab es vor ein paar Jahren, als Jugendliche den Papiercontainer am Wertstoffhof angezündet haben und die Fassade der Schule beschmiert wurde. Hier hört sich der Spass auf.

Wünsche euch einen schönen Sonntag und passt auf, dass euch in der Walpurgisnacht keine Hexe begegnet 🙂