Sonntagsfrühstück, 19. Januar

Einen wunderschönen guten Morgen!

Anfangs dachte ich die Mitteilung in den Nachrichten wäre ein vorgezogener Aprilscherz. Jedoch ist für 2020 eine Kassenbon-Pflicht eingeführt worden. Ein notwendiger Schritt für die Steuersicherheit? Oder ein unnötiger Zettelwahnsinn, der die Betriebe und Verbraucher nervt und der Umwelt schadet. Doch bei der Kassenbon-Pflicht scheiden sich die Geister und sorgt vor allem bei kleineren Unternehmen wie z.B. beim Bäcker, für grossen Unmut.

Auf jeden Fall führe sie zu mehr Aufwand, wo er eigentlich vermieden werden könnte – zum Beispiel beim Bäcker für 3 Brezn, der Eisdiele für zwei Kugeln Eis oder bei Kleinbeträgen. Zudem werde die Umwelt stark belastet, da die Bons nicht aus normalen Papier sind, sondern aus beschichtetem Thermopapier, was im Restmüll landet. „Überall schaut man, dass man weniger Müll produziert, das Umweltbewusstsein stiegt und dann so was“ sagte gestern morgen die Verkäuferin in der Bäckerei. Ein Bäcker hat seinen Kunden vorgeschlagen, sie sollten die Bons ansammeln und beim Abendspaziergang einfach in den Briefkasten des örtlichen Finanzamt werfen, der wäre gross genug. Fest steht: Für die Mehrheit der Händler und Verbraucher ist die Regelung klimatechnisch gesehen nicht vertretbar und der reinste Unsinn.

Zu den unsinnigen Verordnungen kommt hinzu, dass ich das Gefühl habe alles wird teuer. Und mein Gefühl täuscht nicht. Zwischen 1999 und 2019 ist die finanzielle Belastung für Verbraucher zum Teil erheblich gestiegen und dabei können die gestiegenen Löhne die Preissteigerung kaum auffangen. Unangefochten auf dem ersten Platz ist das Heizöl, aber auch für das Laster wie Bier und Zigaretten mussten die Menschen tiefer in die Tasche greifen. Die Mass Bier kostete auf dem Oktoberfest 11,80 Euro, was mich jedoch geschockt hat war die Mass Wasser mit 8,90 Euro und die Limo sogar 9,60 Euro.

Nicht jeder heizt mit Heizöl, trinkt Bier oder raucht, doch Strom brauchen wie alle und der ist teuer geworden und mein Krankenkassenbeitrag ist in Folge dieses Jahr wieder angestiegen.

Eier, Käse oder Obst – die Preise für viele Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Anscheinend ist der grosse Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel abgeflaut. Verantwortlich dafür sind die gestiegenen Preise für Rohstoffe wie Weizen, Zucker oder Kakao die in den letzten Monaten teilweise um 50 Prozent in die Höhe geschnellt sind. Aber auch der Klimawandel sorgt dafür das Nahrung teurer wird. Es lohnt sich jedoch immer noch auf Angebote zu schauen. So habe ich mich im Dezember mit Kaffee eingedeckt. Meine Sorte Kaffee mit 500g kostet normal im Handel 5,99 Euro und beim Angebot von 2,99 Euro habe ich dann kräftig zugeschlagen. Gestern beim Bäcker musste ich feststellen, dass unser Bäcker schon wieder die Preise für seine Backwaren erhöht hat. Ob das mit der Kassenbon Pflicht zu tun hat ??? Jetzt gönne ich mir eine dritte Tasse Kaffee und werde den Sonntag geniessen!

Wünsche euch einen schönen Sonntag!