Sonntagsfrühstück, 26.November

Einen wunderschönen guten Morgen!

Es könnte die größte Finanzkrise sein, die Deutschland je erlebt hat. Das Bundesverfassungsgericht hatte vergangene Woche den Klimafonds teilweise für verfassungswidrig erklärt und der Bundesregierung fehlen 60 Milliarden Euro.

Vielleicht geht es euch ähnlich wie mir. Es fällt mir im Moment schwer positiv in die Zukunft zu schauen. Kriege mitten in Europa, Finanzkrise, Jobabbau, Klimakatastrophen und vieles mehr, die Nachrichten sind alles andere als aufbauend. Leider sind Krisen und Konflikte allgegenwärtig in unserer Welt und durch die Globalisierung erfahren wir jeden Tag, rund um die Uhr, live und unmittelbar alles, was auf der Welt passiert. Kaum haben wir die Pandemie so halbwegs überstanden, da werden wir mit der Kriegssituation in der Ukraine und Israel konfrontiert. Ganz zu schweigen von der allgegenwärtigen Klimakrise. Wo man hinguckt, es knirscht an allen Ecken.

Meine Güte, was ist nur aus Deutschland geworden, wo ist das tolle Land geblieben, auf das wir alle Stolz waren. „Made in Germany“ war unser Markenzeichen, wir waren mal Weltspitze, in der Wirtschaft und im Fußball, heute verlieren wir sogar gegen Österreich. Wirtschaftlich sind wir der kranke Mann Europas, die Weltwirtschaft wächst und wir schrumpfen. Der Export schwächelt, die Baubranche liegt am Boden, doch einen Handwerker zu finden ist wie ein Sechser im Lotto. Täglich werden Jobs abgebaut, hier mal 50, da mal 1000, im Gesundheitswesen, Gastronomie und bei der Bahn dagegen werden händeringend Mitarbeiter gesucht. Jeder, der bei einem Restaurantbesuch nach 45 Minuten Wartezeit einmal höflich nachfragt, ob an diesem Tisch ein Service ist und dann die Antwort bekommt – sie sind nicht der einzige Gast, ist sich des Personalmangels bewusst. Wo sind all die Menschen, die früher in der Gastro, im Verkauf oder im Krankenhaus gearbeitet haben? Sind sie jetzt alle Influencer, liegen unter Palmen oder bekommen sie Bürgergeld?

Unsere Politiker sind gefühlsmäßig ständig unterwegs, Namibia, Australien und Indien um deutsches Geld zu verbraten. Doch manchmal scheitert sie bereits beim Hinflug mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr wegen defekter Landeklappen. Eine Zugfahrt zwischen Rosenheim und München ist müßig für all jene, die etwas im Netz erledigen wollen, selbst Anrufe der Familie oder des Arbeitgebers sind nicht möglich. Kaum aus der Stadt heraus tanzen die Netzbalken Samba und eine stabile Verbindung geradezu unmöglich. Weder Mobilfunk noch das Internet funktionieren stabil und dann ist Geduld angesagt, weil der Zug auch noch 45 Minuten Verspätung hat. Ach ja, die Bahn – wer auf sie zählt, kommt schon zu spät. Es soll ja Staaten in Europa geben, wo die Pünktlichkeit der Züge über 98 % liegt.

 

Deutschland hat zu viele Baustellen! Werde heute Vormittag beim Laub rechen, meine Gehirnzellen aktivieren und hoffen, dass mit etwas einfällt, damit Deutschland wieder in die Spur kommt. Sollte mir dazu etwas einfallen, bräuchte ich die Telefonnummer unseres Kanzlers? Hat die jemand ????? 🙂

Wünsche euch einen schönen Sonntag!