Einen wunderschönen guten Morgen!
Die Modebranche hat gerade hart zu kämpfen, fast jede Woche liest man in der Presse von einer neuen Pleite. Große Ketten wie Gerry Weber, Reno, Peter Hahn, Hallhuber, Bree sowie Sinn, um nur ein paar zu nennen, mussten in den letzten Monaten und Jahren Insolvenz anmelden. Viele Deutsche gehen sparsamer mit ihrem Geld um und vielen haben ihr Einkaufsverhalten geändert – vor allem bei Kleidung und Mode.
Nun wurde auch für Esprit das Aus veröffentlicht, was mir persönlich besonders leid tut. Die beiden Modeketten Esprit und Hallhuber liegen mir besonders am Herzen, denn bei beiden Marken wurde ich immer fündig, egal ob bei der Sommer- oder Winterkollektion, egal ob sportlich-leger oder elegant. Bei der Geschwindigkeit, in der neue Trends die Modewelt erobern kann einem schon mal schwindelig werden und das Budget schnell überstrapazieren. Doch bei beiden Modeketten konnte man coole und vor allem bezahlbare Kleidung und Accessoires kaufen. Viele Modeketten schließen, die Corona Pandemie, die Inflation und globale Krisen haben zu einem dramatischen Rückgang des Konsums geführt. Der tolle Hallhuber-Shop in Rosenheim hat seine Türen bereits letztes Jahr geschlossen und Esprit folgt jetzt bis spätestens Ende dieses Jahres. Den Rückgang des Konsums stelle ich auch bei mir selbst fest. Vor der Pandemie waren meine Tochter und ich sehr häufig beim Shoppen, in Salzburg, München oder Rosenheim, einfach weil es Spaß macht durch die Läden zu streifen, eine kleine Cafépause einzulegen und sich schick zu Kleiden. Dann kam Corona und man musste zwangsläufig eine Shopping-Pause einlegen. Seit 2022 bin ich im Ruhestand und liebe es nach wie vor mit meiner Tochter shoppen zu gehen – nur nicht mehr so häufig. Mir ist schöne, gepflegte Kleidung immer noch wichtig und heute bin ich eher eine seltene, aber genussvolle „Shopperin“.
Wenn ich heute in die Stadt fahre, dann mit einem bestimmten Ziel: eine neue Jeans, ein Paar Stiefel oder ein hübsches Oberteil zum Ausgehen. Ich weiß immer genau was ich will und Qualität ist mir besonders wichtig, besonders bei Schuhen. Letzte Woche habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet und es hat regelrecht gutgetan. Endlich konnte ich mich von Dingen trennen, die ich schon seit Jahren nicht mehr getragen habe. Ein Teil ging zur Kleidersammlung und ein anderes Teil zum Secondhandshop. Gebrauchte, fast neuwertige Kleidung zu verkaufen ist eine schöne und vor allem eine nachhaltige Idee. Mein Hallhuber Etuikleid mit passendem Blazer, das ich mir bestimmt vor 5–6 Jahre gekauft habe, durfte wieder in den Kleiderschrank. Ich habe es einfach nicht über das Herz gebracht es auszumustern.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!