Einen wunderschönen guten Morgen!
Im Herbst, wenn es Nachts wieder kälter wird, bekommen wir oft ungebetene Gäste. Haarige Beine, dicker Körper – die Rede ist nicht vom Nachbar gegenüber – sondern von den Krabbeltieren. Gemeint sind die Spinnen, die mit ihren langen Beinen die Wände hoch krabbeln und so manchen Spinnenphobiker in den Ausnahmezustand versetzen. Panik und Ekel sind meist die Gefühle, von denen viele Menschen übermannt werden, wenn sie entdecken, dass eine Spinne in ihrer Nähe ist.
Spinnen zählen bei vielen zu den meist gefürchteten Tieren in Haus und Hof. Dabei gibt es bei uns keine Arten, die für Menschen gefährlich werden können. Spinnen sind sehr nützliche Tiere, sie halten uns Ungeziefer wie zum Beispiel Mücken, Kellerasseln und Fliegen vom Hals, die auf ihrem Speiseplan stehen. Sie leisten in der Natur einen wichtigen Beitrag für ein ökologisches Gleichgewicht, fressen im Laufe eines Jahres das mehrfache ihres eigenen Körpergewichts, dienen aber zugleich auch vielen Tieren, wie Vögeln oder Eidechsen als Nahrung.
Es gibt Menschen, die ekeln sich beim Anblick einer Spinne nicht nur ein wenig, nein sie verfallen regelrecht in Panik. So vermeidet meine Tochter den Gang in den Keller und checkt im Moment jeden Raum wo eine Spinne lauern könnte. Ich frage mich oft, woher diese Panik kommt? Den Dreh die Spinne mit einem Glas und einem Bogen Papier zu fangen beherrsche ich inzwischen perfekt, nur diese Woche klappte meine Fangmethode nicht und die große Spinne huschte unter mein Bett. Leider muss ich zugeben, dass ich lange nicht einschlafen konnte. Viele bekämpfen die Spinnen einfach mit dem Staubsauger, so müsse sie dem Krabbeltier nicht zu nahe kommen. Doch ist die Spinne dann wirklich Tod? Meist halten Spinnen die Sogwirkung des Staubsaugers nicht stand und sterben qualvoll. Damit Spinnen sich nicht einnisten können, ist ein Fliegengitter an Fenstern und Terrassentüren – auch im Herbst und Winter, sinnvoll. Sucht man nach Möglichkeiten, Spinnen zu vertreiben, birgt die Duftwelt viele Möglichkeiten. Besonders ätherische Öle wie zum Beispiel Lavendel-, Zitronen- oder Pfefferminzöl wirken auf Spinnen besonders abschreckend. Auch den Geruch von Thymian, Eukalyptus und Nelken mögen Spinnen nicht. Einen ähnlichen Effekt wie ätherische Öle haben Reiniger auf Essig Basis oder Zitronensaft. Spinnen reagieren sensibel auf den sauren Geruch und meiden somit gereinigte Flächen.
Auch wenn mich eine Spinne nicht aus der Verfassung wirft, Spinnweben stören mich sehr. Sie sind nicht nur Staubfänger in der Wohnung, sondern werden mit einem ungepflegten Zustand des Eigenheims in Verbindung gebracht. Doch Spinnweben lassen sich nur schwer vermeiden und kommen in jedem Haushalt vor. Als Fotomotiv sind Spinnennetze zwar ein echter Hingucker, doch im Alltag möchte niemand Spinnweben zu Hause haben. Nächste Woche möchte ich meinen Keller entrümpeln und Hilfe von meiner Tochter kann ich nicht erwarten. Ich denke mir wird die eine oder andere Spinne über den Weg laufen, doch ein altes Glas und ein Bogen Papier sind schon hergerichtet.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!
Es ist wahr, schon beim lesen bekommt manch einer eine Gänsehaut, wenn er an diese Tierchen denkt. Sie sind zwar nützlich, aber für Menschen mit einer Phobie können sie wirklich beängstigend sein. Da kann nur die richtige Reinigungstechnik helfen, solche Ängste zu lindern und ein Gefühl der Sicherheit zurückgeben. Bewunderung, sich diesen Tierchen mit einem Glas zu nähern und sie einzufangen. Dafür wirklich Respekt.
Vielen Dank ! Ein wenig Überwindung kostet die Aktion aber jedesmal