Einen wunderschönen guten Morgen!
Heute Nacht war es wieder so weit – die Winterzeit beginnt und zumindest heute konnten wir eine Stunde länger schlafen. Mit der Winterzeit kommt für viele die Frage auf, was aus der Abschaffung der Zeitumstellung wurde.
Eigentlich sollte die Zeitumstellung 2021 abgeschafft werden, doch nachdem die EU-Kommission die Termine bis 2026 festgelegt hat, lässt vermuten, dass wir bis dahin jeweils im März und Oktober an den Uhren drehen müssen. Das Hin und Her der Umstellung bringt unsere innere Uhr durcheinander und hat für viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit, für mich zum Glück bisher nicht. Dass mir die ständige Sommerzeit lieber wäre, darüber habe ich schon mehrmals berichtet, fest steht aber. Die Abschaffung der Uhrumstellung hätte – egal welche Zeit am Ende bleibt – Konsequenzen und wir müssten uns stark umgewöhnen. Die Umstellung heute auf die Winterzeit heißt für mich – Endspurt im Garten. Doch bevor der Garten in den wohlverdienten Winterschlaf geht, gibt es noch einige wichtige Arbeiten, die erledigt werden müssen.
Ende Oktober, spätestens Anfang November sollte der Rasen zum letzten Mal gemäht werden. Eine Höhe von 4 bis 5 cm ist ideal um Frostschäden zu vermeiden. Zu kurzes Gras kann im Winter Schaden nehmen, während zu langes Gras das Risiko von Pilzbefall erhöht. Die Hecke und Sträucher wurden letzten Samstag in Form geschnitten und gleichzeitig das Unkraut an der Straße entfernt. Bereits vor zwei Wochen habe ich die Zwiebel der Frühblüher gesetzt und hoffe auf eine farbenfrohe Überraschung. Wer noch keine Blumenzwiebel gepflanzt hat – keine Panik, auch im November ist noch Zeit dafür, vorausgesetzt der Boden ist frostfrei. Der Gartenteich muss ebenfalls winterfest gemacht werden. Die abgestorbenen Pflanzenteile und Laub werden entfernt, damit sie im Wasser nicht verrotten und es mit Nährstoffen überlasten.
Empfindliche Pflanzen wie Oleander oder Geranien müssen nun in ein geschütztes Winterquartier gebracht werden und Kübelpflanzen, die draußen überwintern, werden mit Jutesäcken oder Gartenvlies verpackt. Die Stauden im Beet schneide ich seit Jahren erst im zeitigen Frühjahr zurück. Das Laub schützt die Pflanzen vor Frostschäden und außerdem schenkt man der Tierwelt mit einem späten Schnitt wertvolle Rückzugsorte. Jetzt verlieren Gehölze ihre Blätter, deshalb ist die Hauptaufgabe im November die Laubbeseitigung. Laub ist ein wichtiger Rohstoff für den Garten, man kann Komposterde gewinnen und es als Frostschutz unter Gehölze und im Beet einsetzen. Jedes Jahr kommen hier große Mengen zusammen, schnell ist der Komposthaufen und die Beete voll und ein Teil wird beim Wertstoffhof entsorgt. Ein sehr wichtiger Punkt auf meiner Checkliste ist das Abdrehen der Außenwasserleitung. Denn dieser wird häufig vergessen und das kann im Winter zu einem Frostschaden führen, was fatale Schäden verursachen kann, wenn Rohre platzen. Wer sich jetzt die Zeit nimmt, seinen Garten gut auf den Winter vorzubereiten, dem wird es der Garten im Frühjahr mit prächtigem Wachstum danken.
Diese Woche hatten wir am Montag herrlichen Sonnenschein und fast 20 Grad. Bei meinem Rundgang im Garten habe ich von den noch blühenden Pflanzen Bilder erstellt die zeigen, manche haben noch nicht gemerkt, dass bald die kalte Jahreszeit beginnt. Dass der wunderschöne Schmetterling eine Verletzung am Flügel hat, habe ich erst später beim Aussortieren der Bilder gesehen. Konnte jedoch lesen, dass es den Schmetterling kaum beeinträchtigt, sie sind unheimlich robust und können auch mit halber Flügelfläche noch sehr gut fliegen. Nur ein wenig langsamer!
Wünschen euch einen schönen Sonntag!