Lampionblumen, auch Physalis genannt, gehören zum farbenfrohen Herbst wie Kürbis und buntes Laub. Sie lassen sich gut trocknen und für herbstliche Dekorationen verwenden.
Was für ein Glück eine Lampionblume im Garten zu haben und sie erfreut mich von Jahr zu Jahr mit einer Vielzahl von zunächst grünen Trieben und später mit orange leuchtenden Früchten. Ob im Beet oder im großen Kübel die Pflanze ist robust und absolut winterhart. Optimal ist ein sonniger Standort mit nährstoffreicher Erde. Direkt nach der Pflanzung ist es wichtig, dass die Lampionblume gleichmäßig feucht gehalten wird, hat sie sich einmal etabliert reicht der Niederschlag meistens aus. Steht die Lampionblume im Kübel hat sie nur ein begrenztes Erdvolumen zur Verfügung und benötigt dann etwas mehr Aufmerksamkeit beim Giessen.
Ab Juni erscheinen die weißen Blüten wie Perlen an einer Kette und ab September können die ersten Früchte abgeschnitten werden, die sich zum Dekorieren bestens eignen. Ernten sollte man nur bei trockenem Wetter, da die Frucht sonst zum faulen neigt. Beim Trocknen wird die Frucht ein wenig heller, ist aber für lange Zeit dekorativ und haltbar. Das Laub dient der Lampionblume als Winterschutz und ein radikaler Schnitt findet erst im Frühjahr statt. Steht die Pflanze im Kübel, kann sie auch im Freien überwintern. Die Erde sollte jedoch nie austrocknen und gegossen wird an einem frostfreien Tag.
Für die Deko schneidet man am besten ganze Stängel ab und zum Trocknen wird der Stiel kopfüber aufgehängt. Für meine Kürbis-Dekoration habe ich zuerst den oberen Teil mit Weinlaub umschlungen, teils mit Laub und auch ohne Laub. Den Kürbis habe ich nicht aufgeschnitten, sondern einen Steckschaum auf die Spitze gesetzt. Dafür wird ein Loch in den Steckschaum gebohrt und einfach auf den Stiel gesteckt. Hält Bombenfest !! Da ich nur Trockenblumen verwenden habe ist wässern nicht notwendig. Den Stängel mit den Lampionblumen um den Steckschaum wickeln und mit Patenthaften befestigen. Nun werden die Trockenblumen eingesteckt und dafür habe ich Strohblumen, Hortensien, Getreide, Zapfen und Samenstände von der Herbstanemone verwendet.
Für Vögel und Insekten ist die Lampionblume in der kalten Jahreszeit eine wichtige Nahrungsquelle und deshalb sollte man nie alle Früchte abernten. Zudem sieht es im Beet einfach zauberhaft aus, wenn sich die Früchte zersetzen und nach und nach nur noch ein filigranes Gerüst die Beeren umgibt – ein schönes Bild im Blumenbeet.