Einen wunderschönen guten Morgen!
An vielen Tagen will man am liebsten gar nichts mehr hören und sehen – keine Push-Nachrichten, kein Fernsehen und kein Radio. Gefühlt dreht es sich bei der Berichtserstattung nur noch um Themen die uns Sorgen und Angst machen. Wirtschaftskrise, Energiekrise, Wahlen in den USA, Ukraine Krieg und Krieg im Nahen Osten, Klimakrise und die schlimmen Bilder aus Spanien. Dazu kommen noch belastende Einschränkungen im eigenen Leben durch steigende Kosten und wirtschaftliche Unsicherheit.
Ich war sehr zuversichtlich, das Kamala Harris die Wahl in den USA gewinnt. Ich redete mir ein, dass die Amerikaner den gleichen Fehler nicht zweimal machen würden, zumal Trump sich nach dem Sturm auf das US-Kapitol 2021 selbst bei treuen Weggefährten komplett disqualifiziert hat. Und zum zweiten Frau Harris ist mir einfach sympathisch. Eigentlich sah es lange nach einem sehr knappen Rennen aus, doch am Ende ging es ganz schnell. Mit Trump rückt zum ersten Mal in der Geschichte ein verurteilter Straftäter auf das höchste Staatsamt der USA auf. Jetzt müssen die USA um ihre Demokratie bangen, die Ukraine um die Existenz ihres Landes und die Europäer um ihre Sicherheit ihres Kontinents. Jetzt hat die USA einen neuen, alten Präsidenten, der in seiner ersten Amtszeit mit einem Ausstieg aus der Nato drohte und vorschlug Corona durch eine Injektion von Bleiche in den menschlichen Körper zu bekämpfen. Mit Trump hat die USA einen Präsidenten der auf Rache sinnt, der mehrfacher Straftäter ist und auch einige Verfahren noch am Laufen sind. Mit Harris wäre die erste Präsidentin der Geschichte für Aufbruch und Fortschritt gestanden. Das amerikanische Volk wollte das nicht, anscheinend ist das Land nicht bereit für eine Frau an der Spitze.
In Deutschland sind Krisenmeldungen derzeit an der Tagesordnung. Die Wirtschaft ist am Boden, die Regierung zerstritten, die Bahn zu spät und die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Negativschlagzeilen aus der deutschen Autobranche nehmen kein Ende. Und das ausgerechnet in einer Branche, auf die mal neidvoll die ganze Welt blickte. Autos „Made in Germany“ sind immer noch Statussymbole, doch der weltweite Markt hat sich gewandelt. Dass sich die Ampel Regierung streitet – auch mal öffentlich, ist inzwischen nichts Neues mehr. Am Mittwochabend war es dann so weit, die Ampel ist Geschichte, was sich ja die Mehrheit der Deutschen gewünscht hat. Nur die Art und Weise hat für mich einen sehr, sehr bittereren Nachgeschmack und es ist höchste Zeit für Neuwahlen.
Schon einmal galt Deutschland als „der kranke Mann Europas“ und die Wirtschaftskrise zieht sich inzwischen durch alle Branchen, in der großen Industrie sowie beim Ein-Mann Handwerker. Ein Bekannter von mir, Besitzer eines Möbelhauses, meinte, er könnte die Kunden zurzeit einzeln mit Handschlag begrüßen. Die Leute sind verunsichert, kaufen deshalb nichts und ein Hoffnungsschimmer in diesen trüben Zeiten ist nicht in Sicht. Schlechte Nachrichten scheinen nur noch so auf uns einzuprasseln und unser Gehirn ist darauf angelegt, negative Nachrichten stärker wahrzunehmen als positive. Habe mir für das Wochenende selbst eine „Nachrichten-Sperre“ auferlegt, werde nichts lesen oder ansehen. Trotz Krisen gibt es nach wie vor Gutes und Schönes auf dieser Welt. Manchmal lässt sich ein Problem nicht lösen, so sehr wir uns es auch wünschen. Dann hilft nur, die eigene Einstellung zu ändern, um nicht daran zu verzweifeln. Akzeptieren, was sich nicht ändern lässt – jede bewältigte Krise macht nur stärkerer.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!