Einen wunderschönen guten Morgen!
Nächsten Sonntag, am 23. Februar ist die vorgezogene Neuwahl des deutschen Bundestages und rund 59 Millionen Menschen in Deutschland sind wahlberechtigt. An der Wahl teilzunehmen ist ein großes Privileg, denn nicht in jedem Land haben Menschen die Chance selbst wählen zu dürfen. In Diktaturen ist das nicht möglich und in einigen Staaten steht der Gewinner bereits vor der Wahl fest. Außerdem tragen wir alle eine Verantwortung für das Funktionieren unserer Demokratie und der Einhaltung des Grundgesetzes. Ich bin der Meinung, dass gerade bei dieser Bundestagswahl jede Stimme zählt.
Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration, Arbeitslosigkeit, Energiekrise, sinkender Wohlstand und innere Sicherheit sind die größten Probleme und wir alle spüren – wie es ist, so kann es nicht bleiben. Wirtschaftlich steht Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern schlecht da und schaut man über den Tellerrand der EU hinweg, so wird die deutsche Schwäche sogar noch auffälliger. Deutschland – der kranke Mann Europas! Die vormals größte Stärke Deutschlands, seine mächtige Industrie gilt nun als große Schwäche. Das verarbeitende Gewerbe leidet an hohen Kosten, Bürokratie, zu hohe Energiekosten und Mangel an Fachpersonal. Kaum ein Tag ohne Hiobsbotschaft, besonders in der deutschen Autoindustrie und deren Zulieferer. Sie stecken tief in der Krise und das in jener Branche, auf die mal neidvoll die ganze Welt blickte. Ist „Made in Germany“ nichts mehr wert? Migration ist inzwischen zu einem politischen Konfliktherd geworden und neben der Wirtschaftskrise ein großes Thema im Wahlkampf. Es gibt zwar einen Rückgang der Asylbewerberzahlen, doch das Thema ist sehr präsent, besonders nach den Anschlägen wie Solingen, Magdeburg und besonders nach dem Messerangriff in Aschaffenburg. Die Forderung nach Abschiebungen im großen Stil ist nach den Anschlägen in der Bevölkerung sehr laut geworden.
Eine Freundin von mir meinte sie werde nächsten Sonntag nicht zu Wahl gehen, da sich für sie persönlich nichts ändern wird und schließlich wäre es auch egal wer in Berlin regiert. Leider konnte ich sie nicht überzeugen und meine Stimme wird nicht wahlentscheidend sein, trotzdem kann man so wählen, dass bestimmte Konstellationen wahrscheinlich werden und andere unwahrscheinlicher. Es geht auch darum, die AfD auch künftig von der Regierung fernzuhalten. Sollte es der nächsten Bundesregierung in vier Jahren nicht gelingen das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, dann haben wir 2029 ein echtes Problem. Wählen heißt also auch Verantwortung zu übernehmen, Politik entscheidet heute über viele Themen von morgen. Gerade junge Menschen werden sich mit aktuellen Entscheidungen noch lange beschäftigen. Wer darauf verzichtet zu wählen, verzichtet darauf, seine eigene Zukunft mitzugestalten. Niemand wird gezwungen zur Wahl zu gehen, doch eine Demokratie kann nur dauerhaft bestehen, wenn sich die Bürger an der Wahl beteiligen.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!