Sonntagsfrühstück, 24.August

Einen wunderschönen guten Morgen!

Eine Rehabilitation nach einem Oberschenkelhalsbruch mit anschließender Hüftoperation ist entscheidend für die Wiederherstellung der Mobilität und die Entscheidung hier nach Bernau/Felden zum Medical Park zu gehen, kann ich in allen Punkten sehr Positiv bewerten. Hier heißt es – GESUND WERDEN UND WOHLFÜHLEN IN TRAUMHAFTER LAGE.

 

 

Der Tag beginnt früh um 7 Uhr mit Frühstück und anschließend mit den Therapien wie zum Beispiel – Bewegungsschiene, Ergometertraining, Physiotherapie, Gangschule, Gerätetraining oder Lymphdrainage. Zwischendurch bleibt immer wieder Zeit zum Erholen oder für einen Spaziergang direkt am Chiemsee. Wegen der teilweise schlechten Bewertungen im Internet hatte ich Anfangs meine Bedenken und wurde bereits bei der Ankunft eines Besseren belehrt. Alle Mitarbeiter – angefangen von der Rezeption, den Therapeuten, den Ärzten, im Service und dem Reinigungspersonal sind besonders freundlich und herzlich, konzentrieren sich mit Professionalität und Empathie auf das Wohlergehen der Patienten. Ich bin im Haus „Fraueninsel“ untergebracht und habe ein grosses, gemütliches Zimmer mit einer kleinen Terrasse. Ein Lieblingsthema vieler Mitpatienten ist das Essen. Ich finde es abwechslungsreich und im Großen und Ganzen auch Lecker. Es ist kein Grand Hotel und es gibt viele, die immer etwas zum Meckern finden. Kein Sterne-Restaurant – aber gut. Ich fühle mich rundum bestens versorgt und würde das Haus jederzeit weiter empfehlen.

In der ersten Woche machte ich gute Fortschritte und war sogar Stolz auf mich selbst, dass ich kurze Wege zum Beispiel auf dem Zimmer, ohne Krücken meistern konnte. Leider gab es am Donnerstag, 14. August einen sehr, sehr  schmerzhaften Rückschlag als das Gelenk aus der Hüftpfanne auskugelte. In Narkose wurde das Gelenk eingerenkt und ich musste eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Schmerzen waren schon nach zwei Tagen zu ertragen, doch im Kopf spielte sich die Szene immer wieder ab. Die Ärztin hat mir dann zu einer Hüftorthese geraten. Diese dient dazu, das Gelenk zu stabilisieren, unterstützt die Heilung und um eine erneute Luxation zu verhindern. Die Tragezeit der Orthese ist nun auf mindestens 2 Monate für 24 Stunden täglich angesetzt. Tagsüber habe ich mich gut an die Orthese gewöhnt, zudem gibt sie mir Sicherheit. Nur Nachts ist sie schwer zu ertragen und an einen erholsamen Schlaf kaum zu denken.

Vor mir steht noch ein langer Weg und eine komplette Heilung wird noch dauern. Die Zeit bis man nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder laufen kann, hängt von vielen Faktoren, wie Alter, Knochenqualität und der Operation mit neuer Hüfte ab. Im Allgemeinen kann man mit einer vollen Belastung nach ca. 8 Wochen beginnen und eine vollständige Heilung kann mehrere Monate, oft sogar bis zu einem halben Jahr dauern. Seit ich hier in Reha bin, hat sich bis auf wenige Regentage der Sommer zurückgemeldet. Fühlt sich „fast“ ein wenig nach Urlaub an. Am 29. August werde ich die Klinik verlassen und hatte Glück, zur Weiterbehandlung gleich Termine zu bekommen. Auf meinem Blog wird es die nächsten Wochen bestimmt ein wenig ruhiger werden. Doch ich glaube das man den Heilungsprozess nur dann noch zusätzlich Beschleunigen kann, wenn man an den Dingen, die einem Spaß machen festhält und weiter macht.

Übrigens: die schönen Herbstanemonen wachsen hier in der Klinik direkt vor meiner kleinen Terrasse. Die ganze Anlage ist mit Hortensien, Geranien, gelben Sonnenhut und anderen Pflanzen wunderschön und sehr gepflegt bepflanzt.

Wünsche euch einen schönen Sonntag!