Einen wunderschönen guten Morgen!
Auch wenn ich im Frühling bunte Blumensträuße liebe, manchmal darf es auch WEIß sein. Weiße Tulpen strahlen eine zeitlose Anmut aus und sind vielseitig einsetzbar. Weiß ist edel und mit ihrer vornehmen Zurückhaltung sind viele Gestaltungsmöglichkeiten machbar.
Tulpen sind nicht nur wunderschön, sondern symbolisieren auch den Beginn des Frühlings und das Erwachen der Natur nach dem Winter. Egal ob sie in der Vase auf dem Esstisch oder im Wohnzimmer platziert werden, mit ihrer schlichten Eleganz werten sie jeden Raum auf.
Ich habe lange geglaubt, dass Tulpen ursprünglich aus den Niederlanden stammen, da sie dort unheimlich bekannt und geliebt sind. Tatsächlich stammen sie aus der Türkei, wo sie als Wildblumen wachsen. Tulpen wurden im 16. Jahrhundert von einem Biologen nach Europa gebracht und ihre Beliebtheit stieg sprunghaft an. Die Europäer konnten einfach nicht genug von diesen herrlichen Blüten bekommen, nur leider konnten sich die wenigsten Tulpen leisten. Heutzutage sind Tulpen eine der beliebtesten Blumen der Welt. Holland ist wohl der bekannteste Ort für Tulpen, da sie dort in großem Umfang angebaut werden und die Felder im Frühling mit unglaublichen Farben und Formen bedecken. Jedes Jahr zieht es Touristen aus aller Welt, um die blühenden Tulpenfelder zu sehen. Tulpen für die Vase werden meist in Gewächshäuser gezüchtet, denn dort kann man die Blütezeit besser steuern und der großen Nachfrage ab Januar auch nachkommen.
Schon Ende Dezember bieten Supermärkte Schnitt Tulpen an und die Saison geht meist bis Anfang Mai. Im Freiland blühen sie etwa ab Ende März, Anfang April bis in den Mai hinein. Tulpen in der Vase halten bei idealen Bedingungen ca. sieben bis 12 Tage. Je kühler sie stehen, umso länger kann man sich an ihnen erfreuen. Wer dann noch das Wasser regelmäßig austauscht und die Stiele anschneidet, wird lange Freude an seinem Tulpenstrauß haben. Sollten Tulpen dennoch einmal die Köpfe hängen lassen – etwa durch Wassermangel, lassen sie sich meistens retten in dem man die Stiele frisch und gerade anschneidet. Anschließend fest in Zeitungspapier einwickeln und für ein bis zwei Stunden an einem kühlen Ort ins Wasser stellt. Durch das Einwickeln richten sich die Stiele wieder auf und gewinnt an Stabilität.
Tulpen lassen sich gut mit Zweigen kombinieren, die den Stielen auch Stabilität geben. Besonders geeignet sind Heidelbeerzweige oder Palmkätzchen. Vorsicht bei Narzissen oder Hyazinthen. Diese sondern einen Schleim ab, den Tulpen nicht vertragen. Deshalb besser nicht direkt gemeinsam in eine Vase stellen, sondern die Narzissen für ein paar Stunden in einer separaten Vase ausschleimen lassen. Bin gespannt, wie sich mein Tulpen-Beet dieses Jahr entwickelt, bis jetzt schaut es ganz gut aus. Wegen meines Unfalls konnte ich im Herbst keine neuen Zwiebeln setzen, doch ich bin sehr zuversichtlich, dass auch dieses Jahr wieder Tulpen, Narzissen, Muscari und Alium blühen.
Wünsche euch einen schönen Sonntag