Sonntagsfrühstück, 28.Juni

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Einen wunderschönen guten Morgen!

Mit zunehmenden Alter ändern sich auch die Ansprüche an ein Auto, viele von uns sind nicht mehr so flexibel und belastbar wie jüngere Menschen. Denn die Sehkraft und Beweglichkeit lässt nach, das wachsende Bedürfnis nach einer guten Sicherheitsausstattung wird immer größer. Seit einiger Zeit befasse ich mich mit dem Thema Elektrofahrzeug und das Thema ist komplexer als ich dachte.

Ein Bekannter hat sich vor gut zwei Jahren einen Tesla gekauft und schwärmt bei jeder Unterhaltung von den Vorzügen. Das Design von Elektroautos ist oft Geschmacksache und ich finde den Tesla nicht besonders „hübsch“. Dazu hat die Marke mit dem polarisierenden Verhalten seines CEO Musk gerade in Deutschland sein Image verloren. Wenn es um die Optik von Autos geht, dann scheiden sich die Geister oft und bei so manchem Design drängt sich heutzutage unweigerlich die Frage auf „Was haben sich die Auto-Designer bloß dabei gedacht?“ Dabei ist bei einem Fahrzeug das wichtigste – einsteigen – funktionieren und wenn es dann noch „hübsch“ aussieht ist alles in Ordnung.

Für ein Beratungsgespräch bei einem Autohändler habe ich mir verschiedene Fragen notiert und habe das Haus nach gut zwei Stunden ein wenig Ratlos wieder verlassen. Touchscreen statt Knöpfe, Laden statt Tanken, App statt Kreditkarte. Zu den größten Nachteilen von E-Autos zählt vor allem der höhere Kaufpreis, andererseits gibt es seit kurzem bis zu 6000 Euro eine Neuwagen-Prämie. Weitere Aspekte sind die begrenzte Reichweite und lange Ladezeiten. Wer Zuhause mit einer Photovoltaikanlage laden kann, spart im Alltag spürbar bei den Kilometerkosten. Gerade bei den hohen Benzinpreisen wird dieser Vorteil immer relevanter. Ein weiterer Vorteil, erklärte mir der Verkäufer E-Autos sind insgesamt weniger wartungsintensiv, da viele klassische Komponenten wegfallen. Wer jahrzehntelang mit Schaltgetriebe und einem Tankstellen-Netz aufgewachsen ist, tut sich mit einem Wechsel schwer. Selbst jüngere Verkehrsteilnehmer berichten von einer Eingewöhnungsphase.

Für mich steht die Umweltfreundlichkeit im Vordergrund. Die Reichweite spielt für mich keine große Rolle, da ich meist nur kürzere Strecken fahre. Auch über die Technik mache ich mir kein Kopfzerbrechen, doch ein E-Auto bedeutet viel Neues auf einmal. Heutzutage sind auch Verbrenner mir viel Technik ausgestattet, sind ebenfalls stark auf das Touchdisplay konzentriert und haben kaum noch Knöpfe oder Tasten. Meine Sorge hingegen ist, ob langfristig genügend Strom zur Verfügung steht angesichts des wachsenden Energiebedarfes. Wer dann auch noch eine Photovoltaikanlage in sein Haus einbauen muss, dann wird die Angelegenheit so richtig teuer. Ich war heute Morgen im Keller und habe meine Glaskugel befragt :-). Leider konnte sie mir meine Fragen, ob E-Auto, Hybrid Auto oder Verbrenner nicht beantworten. Ich könnte meinen VW Eos auch noch ein paar Jahre fahren, wenn er nicht gerade in der Werkstatt ist.

Wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!

* Unbeauftragte Werbung. Dieser Artikel enthält Werbung da ich Produkte von Marken nenne, für die ich jedoch von den Unternehmen nicht beauftragt wurde.