Weihnachtsstimmung?

So komme ich in Weihnachtsstimmung!

Ich glaube es gibt neben Kindern nur noch wenige Menschen die die Vorweihnachtszeit richtig zelebrieren und genießen können. Nicht selten höre ich am 21. Dezember Aussagen wie, ich bin gar nicht in Weihnachtsstimmung. Oder, ich hatte vor lauter Stress keine Zeit in die richtige Stimmung zu kommen. Ich möchte mich da selbst nicht ausnehmen, es gab Jahre da ist die Adventszeit gefühlt doppelt so schnell vergangen wie alle anderen Monate im Jahr. Meistens ist diese Zeit einfach geprägt von Stress und Druck. Es scheint als müsste alles noch vor Weihachten erledigt werden, im Job aber auch privat. Und irgendwie stimmt das ja auch. rot-kugeln100Die Tage zwischen den Jahren bieten sich für viele an, Urlaub zu nehmen. Manche Betriebe schließen komplett bis nach Neujahr. Also muss im Job vorher noch alles erledigt werden. Wenn dann Weihnachten gekommen ist sind viele Menschen gestresst, überspannt, genervt und meist einfach gar nicht Weihnachtsstimmung. Aber auch im privaten Bereich häufen sich vor Weihnachten die Termine, Jubiläums- und Weihnachtsfeiern finden meist im Dezember statt. Wer in vielen Vereinen oder Clubs ist wird hier kaum noch einen freien Abend finden. Dabei wäre die „besinnliche“ Weihnachtszeit doch mitunter die schönste Zeit des Jahres. Ich habe mir früher den Stress auch meist selbst gemacht. Es musste alles perfekt vorbereitet sein, als Resultat war ich am Heilig Abend meist so geschafft, dass ich um 20.00 Uhr kaum noch die Augen offen halten konnte. Weihnachtsstimmung Fehlanzeige, denn die Tage nach Weihnachten ist es einfach anders als in der Vorweihnachtszeit. Seit gut drei Jahren ist das anders, ich möchte die Adventszeit in vollen Zügen genießen.

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Wenn man ein paar Dinge zelebriert und zulässt ist es auch ganz einfach. Ich glaube das Wichtigste ist mit allen Sinnen offen dafür zu sein. Einen Weihnachtsmuffel wird vermutlich keiner meiner Tipps begeistern können.

Last Christmas….

Keine Frage, Weihnachtslieder gehören zur Vorweihnachtszeit wie der Adventskranz und spätestens am 27. Dezember kann ich keinen Song mehr hören. In den Wochen vor Weihnachten aber sollte man nicht den Sender wechseln wenn mal wieder „Last Christmas“ oder „Do you know it’s Christmas Time“ im Radio läuft. Ganz im Gegenteil. Am besten laut mitsingen, denn wir kennen doch jeden der Songs die jetzt gespielt werden bereits in und auswendig. Ich liebe es an einem Adventssonntag auch mal die bayerische Variante oder klassische Musik zu hören. Hauptsache weihnachtlich und stimmungsvoll. Nichts berührt unsere Sinne so wie Musik.

Weihnachtsduft

Frische Tannenzweige, Orangen und Mandarinen, Glühwein, Punsch, Zimt und Anis. All das ist in meinem Kopf fest mit Weihnachten verankert und bereits der Geruch einer frisch geschälten Mandarine bringt diese ganz besondere Stimmung zum Vorschein. In der Vorweihnachtszeit mache ich an jedem der Adventssonntage Punsch oder Glühwein selbst. Dann riecht das ganze Haus herrlich nach Weihnachten. Einen besseren Helfer um in Weihnachtsstimmung zu kommen kenne ich nicht.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist meist ein Fest für alle Sinne. Die verschiedenen Gerüche, die dekorativen Häuschen und weihnachtlichen Angebote. Am schönsten sind Weihnachtsmarktbesuche mit guten Freunden oder der Familie. Nach einem Tässchen Glühwein noch eine Bratwurst auf die Hand und gemütlich durch die Gassen schlendern.

Xmas-Shopping

Auch Weihnachtsshopping gehört einfach dazu. Auch wenn es mich von Jahr zu Jahr mehr stresst. Die vielen hektischen Menschen, das Gedränge und vor allem die Parkplatzsuche und Schlepperei schrecken mich immer mehr ab und animieren zum Online-Shopping. Ein festes Ritual ist seit einigen Jahren aber das Weihnachtsshopping mit meiner Tochter kurz vor dem Fest. Das startet erst mal mit einem gemütlichen Frühstück! Ohne Zeitdruck und genauen Plan lassen wir uns dann einfach durch die Geschäfte schieben und suchen für uns gegenseitig ein Weihnachtsgeschenk. So macht es definitiv mehr Spaß und seitdem gibt es auch keine Geschenke mehr die dem anderen nicht gefallen

Weihnachts-Deko!

Keine Frage. Für mich das Wichtigste in der Vorweihnachtszeit. Wenn ich ehrlich sein darf, bin ich in diesem Jahr schon seit Mitte November in Weihachtsstimmung, denn da habe ich angefangen meine Deko zu planen und erste Gestecke zu basteln. Sind Haus und Garten schön geschmückt kommt die Stimmung sowieso ganz von alleine.

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Bräuche und Rituale

Viele Bräuche rund um das Weihachtsfest sind leider aus der Mode gekommen oder wurden durch neue ersetzt. Halloween statt Weihnachtsklöpfern? Sogar bei uns auf dem Land werden die Bräuche immer weniger zelebriert. Das Weihnachtsklöpfern war in meiner Kindheit und auch noch bei meiner Tochter ein fixer Termin in den Wochen vor Weihnachten. Jeden Donnerstag Nachmittag in der Adventszeit sind Kinder verkleidet als Hirten von Haus zu Haus in der Nachbarschaft gezogen und haben Weihnachtslieder vorgesungen. Als Dankeschön gab es Süßigkeiten oder ein wenig Geld, das dann gespendet wurde. Ein schöner Brauch an dem die Kinder große Freude hatten. Ich warte jedes Jahr und kaufe auch heute noch Süßigkeiten die ich aber meist selber essen muss, denn die Kinder kommen wenn überhaupt nur noch sporadisch.

Schlemmen und genießen

Was ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen habe ist in der Vorweihnachtszeit meinen Speiseplan etwas umzustellen. Es gibt so leckere Weihnachtsgerichte die einfach nicht alle in die drei Weihnachts-Tage passen. So möchte ich mich zumindest an den Adventssonntagen zusätzlich an Weihnachtsgerichte wagen. Da die Planungen für die Feiertage noch nicht abgeschlossen sind kann ich so auch sicherstellen dass alles ausprobiert werden kann. Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen dieses Jahr Wild und Fisch. Ich würde so gerne mal wieder einen Karpfen essen, den gab es in meiner Kindheit immer an Heilig Abend, jedoch konnte ich bisher niemanden davon begeistern. Ich werde es weiter versuchen. Raclette und Fondue mal ausgenommen, das steht vermutlich für Weihnachten und Silvester auf dem Speiseplan. Ich werde meine Weihnachtsrezepte auf jeden Fall teilen.

Beschenken

Ganz besonders mag ich zu Weihnachten meinen Lieben eine Freude zu machen. Kleine kreative Geschenke, die wirklich von Herzen kommen. Dabei ist wohl das Wichtigste zuzuhören und für jeden etwas spezielles zu finden. Oft ist im Juni schon klar was ich verschenke wenn in einem Gespräch ein bestimmter Wunsch geäussert wird oder neue Interessen und Hobby’s bekannt werden. Am Einfachsten ist es sicher bei meinen Pferdefreunden, denn hier weiss ich genau wer was für sein Pferdchen oder sich selbst brauchen kann. Für meine Weihnachtspost nehme ich mir auch gerne etwas länger Zeit, ich schreibe alles per Hand und individuell. Einen gleichen Text wird man bei mir nicht finden. Sowohl für Kunden als auch bei Freunden und Familie. Weihnachtsgrüße sollen von Herzen kommen. Für ein paar wenige Menschen werden daraus auch seitenlange Weihnachtsbriefe, die ich nur in der Stimmung vor Weihnachten in der Art und Weise wie sie sein sollen auch schreiben kann.

Etwas Gutes tun!

Eigentlich etwas das wir nicht nur an Weihnachten tun sollten aber in der Adventszeit werden unsere Herzen scheinbar immer etwas größer. Meine Tochter hat mich dazu inspiriert, sie ist ein ganz besonderer Weihnachts-Fan und bekommt jedes Jahr zur gleichen Zeit einen unglaublichen Drang etwas Gutes zu tun. Dabei nehmen wir uns nichts spezielles vor sondern informieren uns am Anfang der Adventszeit über mögliche Aktionen. So haben wir schon mal an einer Wunschzettel Aktion in einem Kinderheim teilgenommen, einem Frauenhaus gespendet oder einfach an einer allgemeinen Spendenaktion teilgenommen. Mal sehen was es dieses Mal wird. Ich muss nur immer aufpassen, dass meine Tochter nicht ein Tier aus dem Tierheim nach Hause bringt. Wenn sie könnte hätten wir sonst bestimmt schon einen halben Zoo Zuhause.

Die Vorweihnachtszeit genießen!

Wer Weihnachten nur auf Heilig Abend und die folgenden Weihnachtsfeiertage setzt ist eigentlich selber schuld wenn er am 23. Dezember feststellt, dass er nicht in Stimmung für das Fest ist. Die Zeit vorher und vor allem die Adventssonntage (dieses Mal nur 3 vor Weihnachten) bieten sich geradezu an in die richtige Stimmung zu kommen. Die Kerze am Adventskranz anzünden, einen Punsch oder Glühwein trinken. Weihnachtsmusik einlegen und zur Ruhe kommen. Dafür sind die Sonntage vor Weihnachten gedacht. Nach einem langen Spaziergang oder Ausritt gibt es nicht schöneres als den Tag in besinnlicher Stimmung ausklingen zu lassen. Wie gesagt, man muss nur offen dafür sein.

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