Sonntagsfrühstück 20. Oktober

Einen wunderschönen guten Morgen!

Wenn im Supermarkt im Oktober die Lebkuchen und Spekulatius in die Regale geräumt werden, dann ist er endgültig da, der Herbst. Auf Instagram wird gelästert, dass die Weihnachtssaison eröffnet ist und das Weihnachts- Sortiment jedes Jahr früher auf den Markt kommt. Der kleine Wohlstandsbauch nimmt wieder zu, was aber nix macht, denn die neue Herbstmode fällt eh locker über die Hüften.

Jetzt kommt die stade Zeit um zur Ruhe zu kommen, Freunde einzuladen oder einen Sonntag Nachmittag faul auf der Couch einfach weg zu duseln, denn draussen passiert eh nicht viel. Die Natur zeigt sich in vielen bunten Farben und bei Sonnenschein leuchtet der Wald besonders schön. Die Kürbiszeit ist in vollem Gange, die Natur legt eine Pause ein und ich werde auch öfter eine Auszeit geniessen. Der Sommer ist für mich ziemlich anstrengend. Der grosse Garten, wo täglich Arbeiten anfallen und sei es nur giessen und Unkraut zupfen. Und man möchte den Sommer geniessen und nimmt sich zuviel vor, man stellt sich oft selbst unter Druck. An den See fahren, grillen, ein Picknick, Dorffest, Seefest und Biergarten – am liebsten alles auf einmal, um den Sommer auch richtig zu geniessen. Jetzt im Herbst beginnt ein langsames, bedächtiges Runterfahren – zur Ruhe kommen. Wir – jedenfalls die Mitteleuropäer brauchen den Herbst in unserem Leben, genauso wie die anderen Jahreszeiten. Der Herbst ist die Jahreszeit des „Langsamerwerden“.

Herbst heisst aber auch: Loslassen, denn so wie die Bäume ihre Blätter verlieren um im Frühjahr wieder neu zu erblühen, müssen auch wir alten Ballast loswerden. Das kann ein Freundschaft oder Beziehung sein oder der volle Kleiderschrank der eine ordentliche Entrümpelung braucht. Vielen fällt es schwer sich von Altlasten zu trennen – mir auch, selbst dann wenn die Dinge unbrauchbar oder wertlos sind. Wer nie etwas loslässt, schafft auch keinen Platz für Neues, man bleibt im alten Sumpf stecken. Auch wenn es nicht immer leicht ist, Veränderungen sind gut für uns.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntag.