Die „staade Zeit“

Früher hieß die Vorweihnachtszeit die „staade Zeit“, man hat Kerzen angezündet, im Kachelofen knisterte das Holz und strahlte eine wohlige Wärme aus. Die Wohnung duftete nach Omas frisch gebackenen Plätzchen und dann kam der feierliche Höhepunkt – der Heiligabend.

Und heute? Schon ab Ende November hetzten wir durch die Läden, in den Strassen ist noch mehr los als sonst – überall Hektik. Selbst die Weihnachtsmärkte sind voll und es heisst Parkplatz suche und Schlange stehen vor der Glühweinstand.

Die meisten von uns fühlen sich jetzt noch gestresster als im restlichen Jahr und der Wunsch nach Besinnlichkeit bleibt unerfüllt. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen die „stade Zeit“ mehr zu geniessen und nicht mehr zu sagen -ich muss – sondern ich darf – Weihnachtspost schreiben, Geschenke einkaufen und verpacken, ich darf basteln und den Weihnachtsbaum schmücken.

Mit diesem einfachen Ritual holt man sich die Freude auf die Adventszeit zurück und verfällt nicht in den Stress. Die letzten Tage durfte ich das Haus schon weihnachtlich schmücken und heute stelle ich euch meine erste Bastelei vor.

In einen Holzklotz habe ich für die Kerzen Löcher gebohrt und die Unterseite, für die Standfestigkeit abgeschliffen. Mit ein wenig Moos, Koniferen aus dem Garten, rote Beeren und Tannenzapfen geschmückt und schon ist diese rustikale Adventsdeko fertig.