Wer wird denn gleich in die Luft gehen ?

 

Ein klein wenig nervös bin ich schon die ganze Woche, denn morgen um 17 Uhr startet meine erste Ballonfahrt, sofern das Wetter mitspielt. Ein großer Traum geht in Erfüllung – mit einem Heißluftballon in die Lüfte zu steigen und sich für ein paar Stunden frei wie ein Vogel zu fühlen.

 

Zum Glück habe ich keine Höhenangst, doch das sieht bei meiner Tochter ganz anders aus. Schon in der Gondel, hoch zur Kampenwand vor gut 4 Wochen konnte sie nicht aus dem Fenster in die Tiefe gucken. Beim ersten Kontakt mit dem Piloten meinte er, dass der Korb nicht schwankt und es fühlt sich an, als stehe man auf dem Boden. Na ja, richtig beruhigt war sie nach dieser Aussage nicht. Eine Ballonfahrt ist sehr stark wetterabhängig und seit Tagen verfolge ich meine Wetter-App. Die Windböen müssen unter 18 km/h liegen, das Wetter sollte ruhig und schön sein und sollte es zu einer wetterbedingten Absage kommen, dient es schließlich der Sicherheit aller Passagiere. Wohin die Fahrt geht, wird kurzfristig entschieden. Natürlich würde ich mich freuen über unser Dorf zu fahren, über einen unserer Seen oder die Alpen überqueren. In der Regel dauert eine Fahrt ca. 2 Stunden, wobei dann eine Strecke von etwa 50 bis 150 km zurückgelegt wird. Die Differenz ist dem größten Faktor geschuldet – dem Wind. Seit Jahrzehnten ist in Deutschland kein Ballonfahrt-Unfall vorgefallen, die Piloten sind gut ausgebildet, haben viel Erfahrung und Angst habe ich nicht.

Man muss kein Leistungssportler, besonders schlank oder jung für eine Ballonfahrt sein. Allerdings kann die Landung ein wenig ruppig oder holprig sein. Doch daran denke ich jetzt noch nicht und hoffe, dass das Wetter mitspielt. Die Aussicht ist nicht gerade rosig – Gewitter sind angekündigt. Ob es geklappt  – ihr werdet es erfahren!