Sie gehört eindeutig zu meinen Lieblingsstauden – die Herbstanemone. Obwohl die Pflanze als Herbstanemone bezeichnet wird, beginnt ihre Blütezeit bereits Ende Juli und mit ein wenig Glück bis Mitte Oktober.
Die Herbstanemone ist pflegeleicht und kann lange Jahre am gleichen Standort stehen bleiben. Wichtig ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und eine nährstoffreiche und humose Erde. Gedüngt habe ich im zeitigen Frühjahr mit Kompost und Pferdedung in Form von Pellets. Ein zweites Mal kann im Sommer gedüngt werden, jedoch nicht später als Ende Juli. Wie oft man düngt, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Nach der Blüte kann geschnitten werden, was jedoch nicht zwingend notwendig ist. Es verhindert nur die Samenbildung und eine Selbstaussaat. Ich schneide erst im Frühling – denn das alte Laub dient als natürlicher Winterschutz und die wolligen Fruchtstände sehen im Winter sehr hübsch aus und sind sogar dekorativ in der Vase.
Alle Arten der Herbstanemone gedeihen in der Sonne oder im lichten Schatten am besten. Je heller der Standort, desto wuchs- und blühfreudiger ist die Staude. Die beste Pflanzzeit für die Herbstanemone ist im Frühjahr und einmal gepflanzt ist sie fast unverwüstlich und breitet sich im Beet rasch aus. Meine Herbstanemonen haben sich inzwischen sehr stark ausgebreitet und eine Teilung wird im Frühling notwendig. Dann hat die Staude über den Sommer hinweg ausreichend Zeit, um neue Wurzeln zu bilden. Herbstanemonen sind inzwischen in verschiedenen Formen, Farben und Größen erhältlich, doch die weißen Sorten sind etwas zickig und empfindlicher als die Sorten in Rosa.
Herbstanemonen eignen sich ausgezeichnet als Schnittblumen. Ich schneide sie aber erst, wenn die oberste Knospe aufgeblüht ist und die Seitenknospen vorhanden sind. Geschnitten wird am frühen Morgen und anschließend werden die Stiele sofort in Wasser gestellt. Wenn das Wasser jeden zweiten Tag gewechselt wird, hat man mindestens 14 Tage seine Freude. Zwar gelten Herbstanemonen als widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten, dennoch werden junge Pflanzen gerne von Schnecken angefressen. Auch Blattläuse können der Staude zusetzen und dann ist es wichtig schnell zu handeln, damit sich die Schädlinge nicht ausbreiten.
Wächst die Herbstanemone im Kübel, sollte sie im Winter vor Frost geschützt werden. Wichtig ist, den Pflanzkübel von unten gegen die Kälte zu isolieren. Ich stelle den Kübel auf eine Styroporplatte und umwickle das Gefäß zusätzlich mit Jute. Herbstanemonen werden schon sehr lange als Gartenpflanze kultiviert und sind – zu Recht sehr beliebt. Sie verzaubern mit ihren Schalenblüten, mit ihrer anmutigen Gestalt und bringen Farbe ins Beet und in die Vase.

