Einen wunderschönen guten Morgen!
Immer wieder kommt es vor, dass Wanderer von Kühen angegriffen werden und diesen Sommer konnte man fast jede Woche von Zusammenstößen mit den Tieren in der Presse lesen. Berge, Sonnenschein und Traum Aussicht – auf zahlreichen Wanderstrecken zwischen Salzburg bis ins Allgäu möchten Wanderer oder Mountainbiker hoch oben in den Bergen die Natur genießen. Wären da nicht die Rindviecher, die einen manchmal unsanft auf den Weideboden der Realität zurückholen.
Immer wieder liest man von Kuh Attacken, dabei sind Kühe harmlose Zeitgenossen, die nur eines wollen – ihre Ruhe. Doch was bringt eine gemütliche Kuh eigentlich dazu Menschen anzugreifen? Wanderwege führen oft über Rinderweiden oder Almen, auf denen Rinder ihren Sommer verbringen. Kühe sind von Natur aus nicht angriffslustig, trotzdem kann es zu Zusammenstößen mit den Tieren kommen und meist sind solche Fälle ein Fehlverhalten der Wanderer. Dabei können die schwergewichtigen Tiere schneller laufen, als man ihnen zutrauen würde.
Einen besonderen Schutzinstinkt haben Muttertiere und sie wollen ihre Kälber schützen. Auch wenn die kleinen Kälbchen süß aussehen gilt: Finger weg! Kühe sehen nicht besonders scharf und reagieren aggressiv, wenn man sich ihrem Kälbchen etwas nähert. Hund oder Wolf? Was weis schon eine Kuh? Bellende oder frei laufende Hunde sind für Kühe eine echte Bedrohung und fordern Attacken geradezu heraus. Wer mit seinem Hund wandert, muss ihn anleinen, denn so hat man auch den Jagdinstinkt unter Kontrolle und die Kühe werden nicht über die Weide gejagt. Am besten man umgeht die Weideflächen, so kann es nicht zu einem Angriff kommen. Auch Jungvieh Herden sind nicht zu unterschätzen. Sie haben einen großen Bewegungsdrang, sind neugierig und wollen spielen. Oft laufen sie in einem Pulk und trampeln den Wanderer nieder.
Die meisten Kühe sind äußerst friedlich und nicht jede interessiert sich für den Wanderer. Senkt jedoch das Tier seinen Kopf, fixiert den Mensch und scharrt mit den Vorderhufen, dann ist Vorsicht geboten. Das Tier fühlt sich gestört und könnte gleich zum Angriff übergehen. So erging es einer Urlauberin die den Wanderweg verließ und die Kühe fotografieren wollte. Eine Kuh stieß ihr das Horn in den Oberschenkel und sie kam mit Müh und Not auf den Wanderweg zurück. Die Bergrettung musste sich um die verletzte Frau kümmern und sie kam mit einer schweren Verletzung ins Krankenhaus. Doch wie kann man solche Unfälle vermeiden, was sollen die Almbauern tun. Die Almen komplett einzäunen, die Tiere nicht auf die Sommerweiden in den Bergen treiben? Almen sind unverzichtbar für die Landwirtschaft und gehören seit Jahrhunderten zu den Alpen. Wanderer suchen gerade jetzt im Herbst die Idylle mit grünen Wiesen und friedlich grasende Kuhherden. Viele Wanderwege entstanden erst durch Almwege und der Wanderer kam später, deshalb muss er sich anpassen und dementsprechend verhalten.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!