Sonntagsfrühstück, 20.Juli

Einen wunderschönen guten Morgen!

Gemüse selbst anzupflanzen ist nicht schwer und jede Mühe wert. Wer schon einmal frisch geerntete Radieschen, Zucchini, Salatgurken oder Tomaten aus dem eignen Garten gegessen hat, weiß – es schmeckt einfach besser als gekauftes Gemüse aus dem Supermarkt.

 

 

Gemüse aus dem eignen Garten – lecker, natürlich und spannend. Spannend deshalb, ob man aus den Fehlern der vergangenen Jahre gelernt hat und es dieses Jahr besser macht. Natürlich spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Viele Gemüsesorten, wie zum Beispiel Tomaten, Gurken und Paprika lieben Wärme und Sonne, um ausreifen zu können. Ein kühler und verregneter Sommer schadet gerade Tomaten und sie können vom Mehltau befallen werden. Frostige Nächte können jungen Gemüsepflanzen großen Schaden zufügen und deshalb wird erst nach den Eisheiligen gepflanzt. Doch auch danach kann es nochmal empfindlich kalt werden und der Gemüsebauer sollte den Wetterbericht immer gut im Auge behalten,

 

Egal wo man Gemüse anbaut, im Garten, auf dem Land oder auf der Dachterrasse in der Stadt – Gemüse braucht einen vollsonnigen Platz zum Wachsen. Ein Standort im Halbschatten geht, solange die Fläche mindestens vier bis fünf Stunden volle Sonne abbekommt. Damit das Gemüse gut wächst, sollte der Boden locker und mit viel Nähstoffen angereichert sein. Wer im Frühjahr gut abgelagerten Kompost in das Beet einarbeitet, bekommt einen guten Gemüseboden. Vor einigen Jahren haben wir klein angefangen den Nutzgarten zu bepflanzen und mit Karotten, Radieschen, Zucchini, Pflücksalat, Tomaten und Gurken begonnen. Ein Jahr später sind dann zwei Apfel- und ein Zwetschgenbaum dazugekommen. In den letzten Jahren habe ich mir so einiges an Wissen über den Gemüseanbau angeeignet. Es macht Spaß und ist eine tolle Sache, ist gesund und schmeckt einfach besser. Die weit gereisten und wässrigen Tomaten aus dem Supermarkt können mit den fruchtigen, süßen Tomaten aus dem eigenen Garten einfach nicht mithalten. Aktuell haben wir eine Schwemme bei den Salatgurken und können die Menge kaum selbst verbrauchen. Zum Glück haben wir im Familien- und Freundeskreis dankbare Abnehmer.

Worauf ich nicht verzichten möchte im Gemüsegarten sind Kräuter. Sie sind meine Geheimzutat für viele Rezepte, bei Suppen, knackigen Salaten – ja selbst Leitungswasser bekommt mit Minze einen intensiven und feinen Geschmack. Es gibt Zutaten, die in der Küche einfach unverzichtbar sind und dazu gehören selbstverständlich Pfeffer und Salz. Doch Kochen ohne Kräuter ist wie eine Party ohne Musik. Was wären Tomate-Mozzarella ohne Basilikum, selbstgemachte Pizzasauce ohne Oregano, eine Suppe ohne Petersilie oder Schnittlauch? Gutes und gesundes Essen kommt ohne Kräuter nicht aus. Man muss für den Kräutergarten keinen grünen Daumen haben, sie gedeihen auch in Töpfen oder Kübel auf der Fensterbank. Doch pflanzt man Kräuter in die falsche Erde, können sie sich nicht optimal entwickeln,. Reine Blumenerde ist für viele Arten zu dicht und zu reich an Nährstoffen. So gibt es für die Topfkultur hochwertige Kräutererde, die eher nährstoffarm und gut durchlässig ist.

Hätte nie gedacht, dass mir der Gemüsegarten so viel Spaß macht. Ein tolles Gefühl einen Samenkorn in die Erde zu stecken oder eine Jungpflanze zu pflanzen und nach einigen Wochen das Gemüse zu ernten.

Wünsche euch einen schönen und sonnigen Sonntag!