Sonntagsfrühstück, 13.September

Warum ich mich auf den Herbst freue

Einen wunderschönen guten Morgen!

Der Sommer hat es uns dieses Jahr nicht leicht gemacht. Er war heiß, viel zu heiß und zu trocken – dennoch voller schöner Erinnerungen. Ihn gehen zu lassen? Es fällt mir trotzdem schwer! Aber ich bin realistisch und weiß, dass der Abschied bevorsteht. Bei meinem Spaziergang gestern hatten wir Sonnenschein, doch die Jacke, der Mantel und der Regenschirm werden nun ein ständiger Begleiter.

Dennoch der Herbst hat auch seine schönen Tage und ich freue mich auf die Farben der Natur, die Gemütlichkeit im Haus. Mal einen ganzen Tag auf dem Sofa liegen, Serien gucken und Tee trinken – ohne schlechtem Gewissen die Zeit vertrödelt zu haben. Ich bin der Meinung, alles hat seine Zeit. Im Sommer bin ich viel unterwegs, arbeite im Garten – und der Herbst ist für mich die Zeit, in der ich es mir zu Hause so richtig gemütlich machen kann. Dekoriere mein Haus gerne mit Kürbissen, bunten Blumen und alles was der Herbst mit sich bringt. Schon jetzt im September greift die Natur tief ins Farbtöpfchen.

Die Biergartenzeit ist vorbei und ab jetzt trifft man sich mit der besten Freundin im Wohnzimmer und genießt eine oder zwei Tassen heiße Schokolade. Auch das Tee-Sortiment wird wieder aufgestockt und was gibt es schöneres, nach einer Gassi Runde mit Emmi im Regen einen heißen Tee zu genießen. Mit dem Herbst starten wir auch kleidungstechnisch in eine neue Saison. Die Sommerkleider verschwinden in die hinterste Ecke im Kleiderschrank und die kuschligen Pullis werden hervorgeholt. Habe schon ein paar besonders schöne Exemplare in meinem Lieblings Laden entdeckt.Natürlich darf die weiche Wohnzimmerdecke nicht fehlen, in der man sich so richtig schön einmummeln kann. Die Heizweste ist frisch gewaschen, die Akkus aufgeladen und so kann mir im Pferdestall auch nicht kalt werden.

Bekommt ihr auch schon Appetit auf den Herbst? Ich freue mich auf fruchtigen Zwetschgenkuchen, eine leckere Kürbispfanne, eine Schwammerlsuppe mit Semmelknödeln – und die ersten Bratäpfel habe ich schon zubereitet. Bei meinem nächsten Einkauf im Supermarkt werde ich einmal gucken, ob es schon Lebkuchen gibt. Hätte schon richtig Lust darauf 🙂

Und trotzdem weiß ich: Es werden Tage kommen, an denen ich den Herbst verfluche – besonders im November. Die Tage, an denen mir kalt und draußen alles nass und grau ist. Dann gebe ich dem Herbst einfach die Schuld an meiner schlechten Laune. Dann denke und beneide ich meine Freundin Manu, die an der Algarve lebt und sich heute vermutlich auf ihrer Sonnenliege aalt. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann einen sonnigen Herbst mit ein paar Tagen Landregen – den die Natur immer noch braucht. Ich möchte keine Herbststürme, endlos graue Nebeltage oder sogar Schnee und Graupel schon Ende Oktober. Dann wünsche ich mir einen kurzen, schneereichen Winter und ab Ende Januar kann der Frühling dann starten… 

Wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!