Einen wunderschönen guten Morgen!
Wer im Frühling ein farbenprächtiges Beet mit Narzissen, Krokus, Allium, Tulpen oder Schneeglöckchen genießen möchte, muss im Herbst aktiv werden.
Frühestens ab Mitte September, spätestens vor dem ersten Frost müssen die Blumenzwiebel der Frühlingsblumen unter die Erde. Oft werden bereits Ende August die Blumenzwiebel in Gärtnereien oder im Gartencenter angeboten und so mancher Hobbygärtner steht dann schon in den Startlöchern und möchte mit dem Pflanzen beginnen, doch das ist viel zu früh. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein habe ich gestern meine Zwiebel gesetzt und hoffe, dass Emmi unsere Hündin sie auch unter der Erde lässt. Damit sich die Frühlingsblumen gut entwickeln können, benötigt jede Sorte eine bestimmte Pflanztiefe. Das Loch sollte mindestens doppelt bis dreifach so tief wie der Durchmesser der Zwiebel sein. Bei Krokuszwiebel genügen einige Zentimeter, bei Allium sollten es schon 15 bis 20 cm sein.
Ist der Garten klein und werden nur ein Dutzend Zwiebel gesetzt, geht es schnell mit einer Schaufel oder einem speziellen Zwiebelstecher. Bei einem großen Garten lohnt sich die Anschaffung eines Spiral Bohrer, der ganz einfach an eine Akku-Bohrmaschine eingeklickt wird. Mit den Spiralen lassen sich die Zwiebel schnell und einfach einsetzen. Man sollte sich das Leben immer so einfach wie möglich machen. Jahrelang hatte ich Blasen an der Hand-Innenfläche nach dieser Aktion, die oft nur schwer abheilen. Leider gehöre ich zu den Menschen, wenn sie etwas anfangen nicht mehr aufhören können bis die Arbeit getan ist. Blasen und Rückenschmerzen waren dann das Resultat.
Mit den Spiralen bohrt man schnell und einfach Löcher in die Erde. Wichtig ist nur, dass man den Bohrer fest in den Händen hält. Für einen schönen Effekt setzt man Tulpen, Narzissen oder Muscari am besten in Tuffs von 8 bis 10 Stück. Bei Allium sollte der Abstand ca. 15 bis 20 cm sein. Die meisten Frühlingsblumen lieben einen sonnigen Standort, ideal eignen sich Beete auf die im Frühling den ganzen Tag die Sonne scheint. So hat man die besten Bedingungen für einen blütenreichen Frühling geschaffen.
Tulpen, Narzissen und Co. bevorzugen einen durchlässigen und lockeren Boden und falls er zu schwer ist, sollte man etwas Sand untermengen. Um den Zwiebeln eine kleine Starthilfe zu geben, mische ich Hornspäne oder Kompost unter die Erde, was die Anregung der Blüten fördert. Sind die Löcher gebohrt, setzt man die Zwiebel mit der Spitze nach oben und dem flachen, dicken Wurzelende nach unten in das Loch. Dann wird das Loch mit Erde bedeckt und leicht angedrückt. Angießen ist im feuchten Herbst oft nicht zwingend nötig, schadet aber nicht. Gerade wenn in der Vorhersage sonniges und trockenes Wetter angekündigt wird.
Gesunde Zwiebel für Frühlingszwiebel sollten sich fest anfühlen, eine intakte Schutzhaut besitzen und frei von Schimmel oder faulen Stellen sein. Fühlt sich eine Zwiebel federleicht an, ist sie meist im Inneren komplett ausgetrocknet und tot. Sind die Zwiebel gekauft, sollten sie zeitnah gesetzt werden, da sie bei zu langer Lagerung austrocknen können. Jetzt heißt es abwarten, Herbst und Winter überstehen und sich auf die Frühlingsblumen freuen. Es sind ja nur gut 6 Monate 🙂
Wünsche euch einen schönen Sonntag!